28/10/2026
Die Alpen waren für die Römer lange ein Schutzwall vor den Völkern im Norden und Nordwesten, gleichzeitig eine bedrohliche Region mit gefährlichen Wegen und unberechenbarer Witterung. Mit der Eingliederung der Westalpen in das Imperium änderte sich das jedoch grundlegend: Aus der vermeintlichen Barriere wurde ein Verkehrs- Wirtschafts- und Kulturraum. In „Zwischen Gipfeln und Imperium. Roms Provinzen in den Westalpen“ führt die Archäologin Jutta Zerres durch die drei römischen Alpenprovinzen und verbindet historische Überlieferung mit den Ergebnissen der Archäologie. Dabei wird sichtbar, wie unterschiedlich römische und einheimische Traditionen aufeinandertrafen: von den großen Passstraßen über Städte wie Susa und Martigny bis zu Heiligtümern am Großen und Kleinen Sankt Bernhard. Zahlreiche archäologische Zeugnisse, Karten und Abbildungen machen eine Region anschaulich, die im Römischen Reich keineswegs nur abgelegene Peripherie war. Das neue Sonderheft der Zeitschrift WELT , bei wbg Philipp von Zabern: https://t1p.de/y3ub5