30/05/2026
Spatzen haben früher eng mit Menschen zusammengelebt, doch heute sind ihre Bestände in ganz Europa deutlich zurückgegangen. Studien haben gezeigt, dass der Haussperling seit den 1980er Jahren einen großen Teil seiner Population verloren hat – mit Hunderten Millionen weniger Vö**ln als früher.
Im Gegensatz zu Vö**ln, die in Bäumen nisten, sind Haussperlinge stark auf kleine Nischen in Gebäuden angewiesen, wie Mauerspalten, Dachlücken oder andere Hohlräume. Durch moderne Bauweisen, Sanierungen und versiegelte Fassaden sind diese Nistplätze immer seltener geworden.
Spatzen sind sehr standorttreu und kehren oft jedes Jahr an denselben Nistplatz zurück. Wenn dieser verschwindet, haben sie oft Schwierigkeiten, neue Orte zu finden, was ihren Bruterfolg verringert.
Städtische Lebensräume, die früher Nahrung, Schutz und Vielfalt geboten haben, sind heute oft glatter und weniger geeignet. Auch kleine Grünflächen und samenbildende Pflanzen sind zurückgegangen, wodurch Insekten als wichtige Nahrungsquelle fehlen.
Während sich andere Vogelarten besser anpassen, bleiben Spatzen stark an menschliche Bauwerke gebunden. Ihr Rückgang zeigt die Auswirkungen von Lebensraumverlust, Nahrungsmangel und moderner Architektur.
Wir können dennoch helfen. Bei Renovierungen können kleine Öffnungen erhalten oder durch spezielle Niststeine und Dachziegel ersetzt werden. Nistkästen an Gebäuden sowie heimische Pflanzen und Wasserquellen auf Balkonen oder in Gärten können ebenfalls unterstützen. Auch begrünte Fassaden können einen Unterschied machen.
Jede kleine Nische zählt – und bringt ein Stück Leben zurück in unsere Städte.
Bilder wurden mit KI generiert und dienen lediglich zur Veranschaulichung.
Quellen: Burns, F., Eaton, M. A., Burfield, I. J., Klvaňová, A., Šilarová, E., Staneva, A., & Gregory, R. D. (2021). Abundance decline in the avifauna of the European Union reveals cross-continental similarities in biodiversity change. Ecology and Evolution, 11, 16647–16660.