22/06/2023
Kommen einem Moore in den Sinn, denkt die Mehrheit zunächst an eher triste und versteckte Fleckchen. Moore sind jedoch viel mehr! Sie beheimaten viele Tier- und Pflanzenarten und sind in Bezug zum Klimawandel wahre Retter.
Um das Thema im Ganzen zu behandeln, müssen wir ganz am Anfang starten. Innerhalb Deutschlands entstanden die ersten Moore im Zuge der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren.
Abgestorbene Pflanzenteile, welche in alten Seen und anderen stehenden Gewässern landeten, konnten sich durch den dort fehlenden Sauerstoff nicht zersetzen. So entstand am Grunde dieser Gewässer Torf, welcher sich dort über Jahrtausende ansammelte.
Lebende Pflanzen binden CO2 und geben Sauerstoff ab. Da Torf aus komprimierten Pflanzenteilen besteht, speichern alle Moore der Erde doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Erde zusammen.
Dabei bedecken Moore nur etwa 3 %, Wälder im Gegensatz dazu etwa 30 %, der Erdoberfläche. Auf dieser kleinen Fläche sind Moore wohl wahre Superhelden, denn sie sind der größte CO2 Speicher der Erde!
Das hat jedoch einen Haken. Moore speichern den Kohlenstoff nur, solange diese feucht sind. Sobald sie trockengelegt werden, dampfen durch die Verrottung Treibhausgase aus. Trockene Moore sind für mehr CO2 verantwortlich als der gesamte Flugverkehr.
Moore werden für die Gewinnung von Torf zerstört, um daraus beispielsweise Produkte wie Pflanzenerde herzustellen. Torffreie Blumenerde aus natürlichen Materialien wie Kompost, Rindenmulch, Sand, Ton oder Kalksteinmehl bietet eine ähnliche Struktur und Nährstoffe wie Torf. Der Kauf von torffreier Blumenerde unterstützt somit den Schutz von Mooren und zusätzlich die Reduktion der Kohlenstoffemissionen.
Ihr Team von TK Baupartner