Villis & Hezel - Ingenieurbüro

Villis & Hezel - Ingenieurbüro Technische Gutachten, die überzeugen – unabhängig, gerichtsfest und nachvollziehbar.

Als Sachverständigenbüro mit öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Straßenverkehrsunfälle – bestellt von der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid – arbeiten wir unabhängig, weisungsfrei und unparteiisch. Wir erstellen methodisch nachvollziehbare Gutachten – von Schadengutachten bis zu unfallanalytischen Gutachten – als technische Grundlage für

entscheidungsfeste Entscheidungen bei Privatpersonen, Gerichten und Staatsanwaltschaften, Versicherern, Kanzleien und Unternehmen.

03/09/2026

Hätte dieser Unfall verhindert werden können?
Nach der Rekonstruktion des tatsächlichen Unfallablaufs kann untersucht werden, wie sich die Situation bei einem anderen Fahrverhalten entwickelt hätte. Dabei werden zum Beispiel Geschwindigkeit, Reaktion, Weg und Zeit miteinander verglichen.

Reicht der Weg noch zum Anhalten?
Bei der räumlichen Vermeidbarkeit geht es darum, ob ein Fahrzeug bei rechtzeitiger Reaktion noch vor der Kollisionsstelle zum Stillstand hätte kommen können. Entscheidend sind unter anderem Ausgangsgeschwindigkeit, Reaktionsweg und Bremsweg.

Nach der Rekonstruktion des tatsächlichen Unfallablaufs wird geprüft, ob und unter welchen Bedingungen die Kollision ver...
01/09/2026

Nach der Rekonstruktion des tatsächlichen Unfallablaufs wird geprüft, ob und unter welchen Bedingungen die Kollision vermeidbar gewesen wäre.

Dazu wird der reale Ablauf mit einem möglichen Alternativablauf verglichen – zum Beispiel mit früherer Reaktion oder geringerer Geschwindigkeit.

Entscheidend sind dabei vor allem Reaktionszeit, verfügbare Strecke und die Bewegungen der Beteiligten. So lässt sich technisch nachvollziehen, wie sich der Unfall möglicherweise hätte verhindern lassen.

Sichtverhältnisse & Wahrnehmbarkeit bei VerkehrsunfällenOb ein Verkehrsteilnehmer oder Hindernis rechtzeitig erkennbar w...
26/08/2026

Sichtverhältnisse & Wahrnehmbarkeit bei Verkehrsunfällen

Ob ein Verkehrsteilnehmer oder Hindernis rechtzeitig erkennbar war, hängt von vielen Faktoren ab: Dunkelheit, Wetter, Beleuchtung, Blendung, Kontraste, Sichtbehinderungen, Fahrbahnverlauf und auch der Zustand der Fahrzeugbeleuchtung können eine Rolle spielen.

In der Unfallanalyse wird deshalb untersucht, was aus welcher Position tatsächlich sichtbar und wahrnehmbar war und wie viel Zeit anschließend noch für Reaktion, Bremsung oder Ausweichen zur Verfügung stand.

Denn: Sichtbar heißt nicht automatisch rechtzeitig wahrnehmbar.

Wahrnehmen – reagieren – bremsenBevor ein Fahrzeug verzögert wird, muss eine Gefahr zunächst erkannt und verarbeitet wer...
23/08/2026

Wahrnehmen – reagieren – bremsen

Bevor ein Fahrzeug verzögert wird, muss eine Gefahr zunächst erkannt und verarbeitet werden. Erst danach erfolgt die Reaktion, beispielsweise durch Bremsen oder Ausweichen. In dieser Zeit bewegt sich das Fahrzeug weiter – deshalb sind Geschwindigkeit und verfügbare Sichtstrecke besonders wichtig.

Kann man feststellen, ob jemand hingesehen hat?

Ob eine Gefahr technisch wahrnehmbar war, kann häufig untersucht werden. Ob eine Person tatsächlich aufmerksam war, in die richtige Richtung blickte oder abgelenkt war, lässt sich daraus jedoch nicht automatisch ableiten. Die Unfallanalyse trennt daher zwischen objektiver Wahrnehmbarkeit und tatsächlicher Wahrnehmung.

Sichtbehinderungen an KreuzungenParkende Fahrzeuge, Hecken, Mauern oder Gebäude können Sichtlinien erheblich einschränke...
19/08/2026

Sichtbehinderungen an Kreuzungen

Parkende Fahrzeuge, Hecken, Mauern oder Gebäude können Sichtlinien erheblich einschränken. Entscheidend ist, ab welcher Position sich die Beteiligten erstmals gegenseitig erkennen konnten. Dafür werden die Örtlichkeit, die Fahrzeugpositionen und die jeweiligen Blickrichtungen untersucht.

Was wird bei einer Unfallanalyse geprüft?

Zur Untersuchung können Fotos, Vermessungen, Fahrzeughöhen, Sichtlinien und Weg-Zeit-Berechnungen herangezogen werden. So lässt sich beispielsweise darstellen, wann ein Verkehrsteilnehmer sichtbar wurde und welche Strecke bis zur Kollision noch zur Verfügung stand.

Blendung durch Sonne oder GegenverkehrTief stehende Sonne, entgegenkommende Scheinwerfer oder Spiegelungen auf der Fahrb...
16/08/2026

Blendung durch Sonne oder Gegenverkehr

Tief stehende Sonne, entgegenkommende Scheinwerfer oder Spiegelungen auf der Fahrbahn können die Sicht kurzfristig stark beeinträchtigen. Auch eine verschmutzte oder beschlagene Windschutzscheibe kann die Blendwirkung verstärken. Für die Analyse sind deshalb Sonnenstand, Fahrtrichtung und Umgebungsbedingungen relevant.

Regen, Nebel und nasse Fahrbahn

Regen und Nebel reduzieren nicht nur die Sichtweite. Auf nasser Fahrbahn können Lichtreflexionen Konturen verdecken und die Erkennbarkeit von Fahrbahnmarkierungen oder Personen erschweren. Gleichzeitig verlängert sich häufig der erforderliche Bremsweg.

Dunkelheit und Abblendlicht- Wie weit reicht das Abblendlicht? -Bei Dunkelheit ist die nutzbare Sichtweite deutlich eing...
11/08/2026

Dunkelheit und Abblendlicht
- Wie weit reicht das Abblendlicht? -

Bei Dunkelheit ist die nutzbare Sichtweite deutlich eingeschränkt. Dabei kommt es nicht nur auf die Reichweite der Scheinwerfer an, sondern auch auf den Fahrbahnverlauf, die Witterungsverhältnisse und die Straßenbeleuchtung. Auch Verschmutzungen der Scheinwerfer sowie Abnutzungsspuren oder Beschädigungen an den Leuchten bzw. deren Abdeckungen können die Lichtverteilung und damit die Sichtverhältnisse beeinflussen.

Die Geschwindigkeit muss so gewählt werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke reagiert werden kann.

Dunkle Kleidung bei Nacht

Fußgänger oder Radfahrer mit dunkler Kleidung können bei Nacht erst spät erkennbar werden. Reflektierende Elemente und helle Kleidung erhöhen den Kontrast deutlich. In der Unfallanalyse wird untersucht, ab welcher Entfernung eine Person unter den jeweiligen Bedingungen grundsätzlich wahrnehmbar gewesen sein könnte.

Sichtbar oder wirklich wahrnehmbar?- Sichtbar heißt nicht automatisch wahrnehmbar - Ein Objekt kann sich grundsätzlich i...
09/08/2026

Sichtbar oder wirklich wahrnehmbar?
- Sichtbar heißt nicht automatisch wahrnehmbar -

Ein Objekt kann sich grundsätzlich im Sichtfeld befinden und trotzdem nur schwer erkennbar sein. Entscheidend sind unter anderem Entfernung, Größe, Kontrast, Beleuchtung und die Umgebung. In der Unfallanalyse wird deshalb nicht nur geprüft, ob etwas sichtbar war, sondern auch, ob es rechtzeitig als Gefahr erkannt werden konnte.

„Das hätte man doch sehen müssen!“

Diese Aussage lässt sich nicht pauschal treffen. Parkende Fahrzeuge, schlechte Beleuchtung, dunkle Kleidung oder ein unruhiger Hintergrund können die Wahrnehmung deutlich erschweren. Erst eine genaue Betrachtung der konkreten Situation ermöglicht eine technische Einschätzung.

Fahrerassistenzsysteme können unterstützen und Unfälle vermeiden oder deren Folgen mindern. Nach einer Kollision sind Se...
28/07/2026

Fahrerassistenzsysteme können unterstützen und Unfälle vermeiden oder deren Folgen mindern. Nach einer Kollision sind Sensoren, Kameras und Fahrzeugdaten auch für Unfallanalyse und Schadengutachten relevant.

Wichtig: Die Technik hilft – verantwortlich bleibt der Fahrer.

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