20/05/2026
„Einmal im Jahr prüfen reicht.“
Wirklich?
Im Leitungsbau verlassen wir uns bei sicherheitskritischen Arbeitsmitteln oft noch auf ein Prinzip, das aus einer anderen Zeit stammt: feste Prüfintervalle statt kontinuierlicher Bewertung.
Wir haben genau das hinterfragt – und 2020 unseren Ansatz geändert:
Wir haben die Verantwortung bewusst nach innen geholt.
Unsere eigenen Mitarbeitenden sind heute als befähigte Personen qualifiziert und prüfen Anschlagmittel direkt im Einsatz.
Nicht einmal im Jahr.
Sondern jeden Tag.
Das Ergebnis nach 5 Jahren:
➡️ Keine Unfälle im Zusammenhang mit Anschlagmitteln
➡️ Keine entsprechenden Einträge mehr in den Meldungen gefährlicher Situationen
Zufall? Oder ein struktureller Unterschied?
Für uns ist klar:
Sicherheit entsteht nicht durch Prüfintervalle, sondern durch Präsenz, Erfahrung und unmittelbares Handeln.
Externe Prüfungen und Jahreszyklen haben ihre Berechtigung, aber sie bleiben Momentaufnahmen.
Die Realität auf der Baustelle ist dynamisch:
Belastungen ändern sich, Material altert, Situationen entwickeln sich.
Unsere Schlussfolgerung:
Sicherheit muss dorthin, wo sie gebraucht wird – in den täglichen Arbeitsprozess. 💡
Deshalb setzen wir auf:
• kontinuierliche Überwachung durch befähigte Personen
• transparente interne Kennzeichnung der Anschlagmittel
• sofortiges Eingreifen statt verzögerter Reaktion
Und genau hier wird es interessant:
Die DGUV fordert „mindestens“ alle 12 Monate.
Für uns ist „mindestens“ kein Zielwert – sondern die Obergrenze.
Die entscheidende Frage ist doch:
Wie stellt ihr in der Praxis sicher, dass der Zustand von Anschlagmitteln zwischen den Prüfintervallen zuverlässig bewertet wird?