20/07/2023
𝗗𝗶𝗴𝗶𝘁𝗮𝗹 𝗵𝗲𝗮𝗹𝘁𝗵 & 𝗰𝗮𝗿𝗲 – 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝗶𝗴𝗶𝘁𝗮𝗹𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗹𝗹𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗲𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗻𝘁 𝗱𝗲𝗺 𝗣𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻𝗼𝘁𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱 𝗯𝗲𝗴𝗲𝗴𝗻𝗲𝗻 -
so der Titel der Veranstaltung gestern im Munich Urban Colab
Warum wir uns als Stadtplaner und Architekten für (digitale) Lösungen im Bereich Pflege und Fachkräftemangel in der Pflege interessieren?
Zunächst weil das Thema uns alle angeht, aber im beruflichen Kontext, weil wir uns intensiv mit der städtebaulichen und digitalen Entwicklung lebenswerter Städte und Quartiere beschäftigen, die allen soziodemographischen Schichten - ob jung oder alt, ob pflegend oder pflegebedürftig - hochwertige Lebensräume und Arbeitsbedingungen bieten sollen.
In Großstädten aber besonders im ländlichen Raum stehen Kommunen vor der Herausforderung einer alternden Gesellschaft. Es braucht intelligente Lösungen und Konzepte, um Menschen ein qualitätsvolles, selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter zu ermöglichen. Gleichermaßen dürfen die Interessen jüngerer Generationen nicht vergessen werden. Durch eine multigenerationale Vernetzung kann ein Mehrwert für die gesamte Stadtgesellschaft geschaffen werden.
Eine Grundlage dafür sind smarte städtebauliche und soziale Konzepte, die alle Generationen berücksichtigen und unterstützen, etwa durch attraktive, vielfältige Angebote, moderne Infrastruktur und intelligente Services. Hierzu gehören auch neue Formen des Wohnens, des Zusammenlebens und des Quartierslebens (z.B. Mehrgenerationenwohnen), sowie die Ermöglichung innovativer Unterstützungsleistungen aus der Nachbarschaft durch professionelle Dienstleister oder durch Freiwilligendienste („Smarte Stadtgesellschaft“).
Darüber hinaus müssen Umgebungen und eine Infrastruktur geschaffen werden, die Menschen bestmögliche Voraussetzungen bieten gesund und bleiben und gesund zu werden („Smarte Infrastruktur“).
Derartige Konzepte und Services profitieren zunehmend auch von technischen Lösungen und von digitaler Vernetzung („Smarte Services“) – und das in allen relevanten Handlungsfeldern (Mobilität, Klimaschutz, Energie, Partizipation, Pflege, etc.)
Bei den Workshops der gestrigen Veranstaltung wurde deutlich, dass es im Bereich der Pflege bereits viele digitale Lösungen gibt, allerdings zumeist unbekannt oder es handelt sich um Insellösungen für einzelne Problemstellungen. Auch hier könnten wie in vielen weiteren Bereichen zentrale Plattformen und Wissensdatenbanken eine enorme Hilfestellung bieten – als zentrale Schnittstelle, um Transparenz und Sichtbarkeit zu schaffen und um schnell und bedarfsorientiert Informationen bereitzustellen bzw. einzuholen.