11/10/2024
Am Freitag, 20. September ist der symbolische erste Spatenstich für die neue Multifunktionshalle in Goßfelden erfolgt. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf etwa 12,3 Millionen Euro.
Lahntal-Goßfelden. „Es ist das Projekt, welches zweifellos die größte Investition in der Geschichte unserer Gemeinde ist.“ So beschrieb Lahntals Bürgermeister Carsten Laukel die künftige Multifunktionshalle, die in Goßfelden zwischen der B 62 und den Bahngleisen entsteht, beim symbolischen ersten Spatenstich für das Projekt mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 12,3 Millionen Euro. Dieses soll die derzeit genutzten „Haus am Wollenberg“ und Lahnfelshalle, die sich in einem recht maroden Zustand befinden, ersetzen.
„Ein Mehrwert für ganz Lahntal“, beschrieb Laukel das Bauwerk vor den anwesenden Gemeindevorständen, Gemeindevertretern, Ortsbeiräten und Vereinsvertretern, die sich am Freitag, 20. September, auf der noch leeren Baustelle neben der B 62 eingefunden hatten: „Die Multifunktionshalle wird Platz für zahlreiche Aktivitäten der Schulen und Vereine bieten.“ Darin sieht auch der Architekt der Halle, Sascha Galistel, das Besondere an der geplanten Einrichtung, „sozusagen ein neues Bürgerhaus“, das neben den Möglichkeiten für den Sport selbst auch „als Spielstätte für Veranstaltungen aller Art“ dienen könne. Darüber hinaus wird sie aber auch nach modernsten Standards gebaut: „Wir setzen auf eine gute Wärmedämmung und den Einsatz energiesparender Haustechnik, ergänzt durch eine effiziente Lüftungsanlage mit einer eigenen Photovoltaikanlage“, so Galistel.
Der Weg zum Spatenstich
Doch der Weg bis zum Spatenstich war lang. So begannen die Planungen bereits vor sechs Jahren unter Laukels Vorgänger als Bürgermeister von Lahntal, Manfred Apell (SPD). Am 14. September 2023 gab das Gemeindeparlament von Lahntal grünes Licht zum Bau der Halle. Mit dem erarbeiteten Gesamtkonzept, das eine geplante Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der Halle sowie eine Reihe weiterer Maßnahmen beinhaltet, sei sich Laukel aber sicher, „dass die Halle mit ihrem zukünftig ortsbildprägenden Charakter die Wahrnehmung der Gemeinde spürbar positiv verändern und verschönern wird“.
Auch der angereiste Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Sören Bartol (SPD) gratulierte in seinem Grußwort: „Die Bundesregierung unterstützt diesen notwendigen Ersatzneubau mit einer Förderung von über drei Millionen Euro. Dies ist eine wegweisende Entscheidung für die Infrastruktur der Gemeinde und ich freue mich, dass es uns gemeinsam gelungen ist, das Projekt umzusetzen.“
Diese Summe wurde über das Programm „Sport Jugend Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen gespendet und Bartol betonte auch, dass durch solche Programme auch schwächere Kommunen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um solche Projekte anzugehen.
Ein zentraler Punkt der Gemeinde
Landrat Jens Womelsdorf ging in seinem Grußwort auch noch einmal darauf ein, wie durch solche Förderungen auch Geld in solche Kommunen kommt, die es auch brauchen und so auch solche Projekte ermöglicht werden können. Auch er sieht die Zukunft der Halle positiv: „Hier in Goßfelden entsteht die modernste Multifunktionssporthalle im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Ich bin überzeugt, dass die Halle ein Ort des Miteinanders und der Begegnung sein wird“.
Projektleiter Bernd Acker, Geschäftsführer der ACP Projektmanagement aus Herborn, richtete ebenfalls ein Grußwort an die Anwesenden. „Heute ist ein besonderer Tag für uns alle“, begann er seine Ansprache zu einem Projekt, „das die Gemeinde Lahntal bereichern wird“. Er wandte sich auch noch einmal an den Bürgermeister: „Ohne Ihr Engagement wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen“. Für die weiteren Arbeiten habe man, so Acker, „ein sehr gutes logistisches Konzept, das jetzt auf dem Tisch liegt“ und man hoffe, bis Ende des Jahres die Bodenplatte für die Sporthalle fertigstellen zu können. Nach dem Spatenstich gab es noch einen Infostand, an dem Projektleiter Bernd Acker und Bauamtsleiter Artur Trautvetter-Gross die Pläne noch einmal genauer für Interessierte vorstellten.
Die Dipl.-Ing. Gringel GmbH begleitet dieses Projekt durch die Herrn B. Sc. Tim Berghöfer und M. Sc. Kadir Bal.
Zuständig sind wir für die Erschließungsplanung und die Anbindung ans öffentliche Straßennetz