21/07/2026
80 Messerangriffe pro Tag in Deutschland.
Diese Zahl bereitet mir große Sorge.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei bundesweit 29.243 Messerangriffe. In Baden-Württemberg waren es knapp 1.200 Fälle im öffentlichen Raum. Im Stadtgebiet Mannheim wurden 140 Messerangriffe erfasst. Das entspricht einem Angriff alle 2,6 Tage.
Der Mord an unserem Kollegen Rouven Laur hat uns in Mannheim auf schreckliche Weise gezeigt, welche Folgen ein Messerangriff innerhalb weniger Sekunden haben kann.
Die bestehenden Strafgesetze ermöglichen bereits erhebliche Strafen. Entscheidend ist, dass der Rechtsstaat diese konsequent anwendet und Straftaten wirksam verfolgt.
Wer in Deutschland aufgrund von Krieg oder Verfolgung Schutz erhalten hat und hier schwere Straftaten begeht, muss die aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen tragen. Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, gehört dazu auch die konsequente Beendigung des Schutzstatus und die Abschiebung straffällig gewordener Täter.
Wer Schutz erhält, muss unsere Gesetze achten. Wer schwere Straftaten begeht, verwirkt das Vertrauen, das mit diesem Schutz verbunden ist.
Auch die Polizeiliche Kriminalstatistik muss transparent eingeordnet werden. Doppelstaater mit deutscher Staatsangehörigkeit werden ausschließlich als deutsche Tatverdächtige erfasst. Eine weitere Staatsangehörigkeit wird nicht gesondert ausgewiesen.
Ein deutscher Staatsangehöriger bleibt rechtlich Deutscher. Dennoch sollten Mehrfachstaatsangehörigkeiten ergänzend erfasst werden. Nur vollständige Daten ermöglichen ein präzises Lagebild und eine sachliche Diskussion.
Die Menschen erwarten zu Recht Sicherheit. Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen dafür ausreichend Personal, klare Befugnisse und die notwendige Ausstattung.