Sonnenweg Pferdeosteopathie und manuelle Lymphdrainage

Sonnenweg Pferdeosteopathie und manuelle Lymphdrainage Osteopathische Pferdetherapeutin nach Welter-Böller und Spezialistin auf dem Gebiet Lymphdrainage am Pferd

Pferdeosteopathie bietet ihrem Pferd sanfte und effektive Hilfe bei Rittigkeitsproblemen, Sehnen- und Gelenkschäden, Störungen in Takt und Losgelassenheit sowie bei Narben und nach Operationen.

Ihr Lieben!Lange habe ich versucht auf allen Hochzeiten zu tanzen... Viele von euch wissen, dass ich 2020 ein duales Stu...
08/06/2022

Ihr Lieben!

Lange habe ich versucht auf allen Hochzeiten zu tanzen... Viele von euch wissen, dass ich 2020 ein duales Studium begonnen habe. Das beschert mir regelmäßig eine 40- 60 Stunden-Woche.
Die Pferde weiterhin zu behandeln war mein Wunsch, ist es doch auch Berufung für mich. Nun, ich kann mir nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben. Leider musste ich schon vor einiger Zeit einsehen, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich auch noch auf ein Privatleben wert lege, daher gebe ich hiermit schweren Herzens bekannt, dass ich vorerst keine Osteopathie oder auch Lymphdrainagen fürs Pferd mehr machen werde (von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen). Wenn alles gut läuft bin ich ab Sommer 2024 wieder für euch da und habe einige Pläne im Gepäck.

Für die Lymphdrainage am Pferd kann ich euch meine liebe Kollegin Jana Wittenberg ans Herz legen, für die erste Orientierung bzw. wenn ihr von weiter her kommt, biete ich die telefonische Beratung für die Pferdelymphdrainage aber weiterhin an, da dies doch schon immer eine Herzensangelegenheit für mich war und ist.

Wir sehen uns wieder, ich freu mich auf den Tag!

Photo: Stefanie Michels

Das finde ich hochinteressant! Ob das sich durchsetzen wird?!
07/09/2020

Das finde ich hochinteressant! Ob das sich durchsetzen wird?!

Eine Studie belgischer Wissenschaftler konnte zeigen, dass ein neu entwickeltes geteiltes Hufeisen zu einer deutlichen Verbesserung der Hufmechanik im Vergleich zu konventionellen Eisenbeschlägen geführt hat. - ProPferd ist ein unabhängiges Pferde-P...

Genauso wie die Kollegin es trefflich schreibt,sehe ich es auch ... gut Ding will oftmals Weile haben
03/09/2020

Genauso wie die Kollegin es trefflich schreibt,sehe ich es auch ... gut Ding will oftmals Weile haben

Wunderheilung innerhalb von 24h

Vor einiger Zeit kam mir ein Flyer eines "Kollegen" in die Hand, auf dem stand: "Probleme beim reiten oder longieren ? - Kein Problem das Renke ich wieder ein"
Bei solchen Werbeslogans stellen sich bei mir mittlerweile schon die Nackenhaare auf.
Woher kommt diese Idee "Wir renken es wieder ein und dann läuft der Gaul wieder?". Am Besten soll jedes Problem von jetzt auf gleich mit einem Handgriff behoben werden; wie beim Auto dass man morgens in die Werkstatt bringt und abends wieder 100% repariert bekommt.
Leider vergessen die Meisten dabei, dass es sich bei unserem Pferd um ein Lebewesen handelt. Ersatzteile sind hierfür leider nicht zu bekommen. Muskelzellen die einmal zerstört sind, werden im Besten Fall mit unfunktionellem Bindegewebe ausgefüllt, mit dem Einbüßen seiner Kontraktionsfähigkeit und somit seiner Funktion.
Der Faktor Zeit hat sich in der Welt des Reitsports zu einem Ultimatum entwickelt. Das Ganze fängt beim anreiten von 2 Jährigen an und hört beim 18 Jährigen, der 7x die Woche geritten werden muss auf.

Bitte bedenkt, dass wir Therapeuten keine Wunderheiler sind. Wir können keine vollständige Funktionsfähigkeit von jetzt auf gleich herbeizaubern. Ein Pferd mit einer massiven Trageerschöpfung und schlechter Hufstellung wird niemals mit 1 Behandlung wieder springen wie ein junges, unverbrauchtes. Es erfordert die nötige Rehabilitation und richtige Trainingsreize um eine Verbesserung der Lage überhaupt möglich zu machen. In manchen Fällen kann man froh sein die Situation überhaupt stabilisiert zu bekommen; größere Schäden lassen sich oft nicht mehr zu 100% beheben. Aber dann reitet man eben nur noch 2x in der Woche und verbringt die restliche Tage mit anderen Dingen..

Daher lasst eurem Pferd doch die nötige Zeit sich wieder zu erholen, auch wenn man dann nicht 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr reiten kann oder sich selbst Fehler an sich zugestehen muss und Neue Dinge ausprobieren muss... Die Pferde sind doch Teil unseres Lebens und wie in unserem Leben auch läuft nicht immer alles rund. Es gibt auch bei uns Menschen einen Punkt an dem wir heute mal nur auf der Couch sitzen wollen weil uns der Rücken weh tut oder wir einfach mal eine Auszeit brauchen, weil der Körper es nicht mehr schafft; wieso geben wir unseren Pferden dann nicht die Chance ? - sie leben genauso wie wir.

Hier eine gute Zusammenfassung der notwendigen Verhaltensweisen im Stall um alle bestmöglich vor Ansteckung schützen.Mac...
16/03/2020

Hier eine gute Zusammenfassung der notwendigen Verhaltensweisen im Stall um alle bestmöglich vor Ansteckung schützen.

Macht euch nicht verrückt, aber passt auf euch und eure Mitmenschen auf!

Als Reaktion auf die Ausbreitung des hat die Bundesregierung beschlossen, dass Sporteinrichtungen vorerst geschlossen und Zusammenkünfte in Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen fürs Erste verboten werden. Damit müssen Reitunterricht und Schulbetrieb in allen Pferdesportanlagen eingestellt werden. Auch Reiterferien müssen abgesagt werden.

Vereine, Betriebe, Pferdehalter-, -sportler und -züchter müssen nun Maßnahmen ergreifen, um gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und der Tiere sicherzustellen. Das Deutsche Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier dadurch Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Die artgerechte Versorgung sowie Bewegung von Pferden zur Gesunderhaltung und Sicherstellung ihres Wohlbefindens stellt vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine große Herausforderung dar. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) vertritt gegenüber Behörden folgende Position, um das Tierwohl sicherzustellen. Die nachfolgenden Regelungen hat die FN den Behörden als Vorschlag unterbreitet und bemüht sich darum, auf Grundlage dieses Vorschlages eine sachgerechte Regelung zu erwirken.

Folgendes muss zu jeder Zeit für die Pferde sichergestellt sein:
- Pferdegerechte Fütterung
- Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken)
- Tägliche Tierkontrolle
- mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter (z.B. Training) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide)
- Notwendige tierärztliche und/oder therapeutische Versorgung
- Ggf. notwendige Versorgung durch den Schmied

An folgenden Eckpunkten hat sich die Sicherstellung der Versorgung der Pferde unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu orientieren:
- Personen mit Krankheitssymptomen dürfen den Stall / die Reitanlage nicht betreten
- Die allgemeinen Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz sind zu jeder Zeit einzuhalten
- Ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen haben Zutritt zum Stall / zum Pferdebetrieb
- Bei Bedarf erstellt der Betriebsleiter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung ihrer Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen
- Es werden ggf. Anwesenheitszeiten bestimmt, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall bewegen, zu minimieren
- Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen unterliegen der Koordination des Betriebsleiters

Maßgaben für die Tätigkeiten rund um die Versorgung und Bewegung der Pferde:
- Verzicht auf die gängigen Begrüßungsrituale – ein zugerufenes, freundliches „Hallo“ reicht aus
- - Unmittelbar nach dem Betreten der Anlage ist auf direktem Wege der Sanitärbereich aufzusuchen, um die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren, bevor weitere Gegenstände wie z.B. Putzzeug, Besen, Schubkarren etc. angefasst werden.
- Ein Mindestabstand von 1 bis 2 Metern zu anderen Personen im Stall ist bei jeglichen Tätigkeiten rund um die Betreuung der Pferde einzuhalten. Der Mindestabstand muss auch in der Sattelkammer oder in anderen Räumen des Stalls eingehalten werden.
- Die Vor- und Nachbereitung der Pferde muss mit entsprechenden räumlichen Abständen der Menschen/Pferde voneinander erfolgen.
- Die Anzahl von vier Pferden pro Bewegungsfläche (20mx40m Fläche) wird fachlich und hygienisch als vertretbar, aber als Obergrenze gesehen (immer abhängig von der Größe der Reitfläche, als Orientierung dienen pro Pferd ca. 200 Quadratmeter).
- Abstände zwischen den Pferden z.B. beim Auf- und Absitzen sind einzuhalten.
- Der Aufenthaltsraum des Reitstalls bleibt so lange geschlossen, bis der Notfallplan wieder aufgehoben werden kann.
- Vor Verlassen des Stalls / der Reitanlage sind die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren.

Mehr Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus in Bezug auf den Pferdesport gibt es unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus

07/03/2020

Ein guter Arbeitstag ist es für mich,...
.. wenn ich mit dem Gefühl nach Hause gehe, dass ich wirklich helfen konnte.

Heute ist so ein Schulterklopf-Tag. Der wiegt alle frustrierenden Momente der Vergangenheit wieder auf.

Kennt ihr das? Man hat das Gefühl auf der Stelle zu treten, man wird nicht ernst genommen oder verstanden...
.. und dann geht plötzlich die Sonne auf und dann weißt du wieder, wofür du es machst :)
Ich danke all meinen Kunden und ihren zauberhaften Pferden für ihr Vertrauen!

Auch wenn vielen Pferdemenschen die Tatsache, dass die Pferde Dauerfresser sind durchaus bekannt ist, ist die Pferdehalt...
05/03/2020

Auch wenn vielen Pferdemenschen die Tatsache, dass die Pferde Dauerfresser sind durchaus bekannt ist, ist die Pferdehaltung vom Optimum oft weit entfernt. Die Pferde zahlen mit ihrer Gesundheit die Zeche dafür.Ich weiß, dass viele Stallbetreiber sich nicht gerne oder gar nicht reinreden lassen, aber den Pferden zu liebe sollten wir dafür eintreten, dass die Grundbedürfnisse erfüllt werden. Auch für leichtfuttrige Pferde gibt es da Lösungen. Traut euch nach Lösungen zu suchen und nicht alles hinzunehmen!

ProPferd ist ein unabhängiges Pferde-Portal für Österreich und die internationale Pferdeszene, informiert über das aktuelle Geschehen und möchte in ausführlichen Fachartikeln, Interviews und Reportagen über Wissenswertes und Wichtiges aus allen Bere...

Als ich meine Ausbildung zur osteopathischen Pferdetherapeutin gemacht habe war ich sehr von meinen Erfahrungen in der M...
22/02/2020

Als ich meine Ausbildung zur osteopathischen Pferdetherapeutin gemacht habe war ich sehr von meinen Erfahrungen in der Menschenbehandlung geprägt. Menschen glauben immer, dass viel viel hilft. Die Pferde haben sich als große Lehrmeister dahingehend erwiesen. Ihre Reaktionen sind unverfälscht und unmittelbar und sie holen sich genau das ab, wenn man sie lässt und ihnen “zuhört“, was sie brauchen. Die Behandlung von Pferden kostet mich tatsächlich körperlich viel weniger Kraft als die Arbeit mit den Menschen, dafür verlangt sie mir mental viel mehr ab. Denn jedes Pferd hat seine Geschichte und leider viel zu oft keine allzu schöne, um es mal nett zu sagen… so manches mal gehe ich bedrückt aus dem Stall, denn ich kann die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Nur Wege bereiten für ein besseres Jetzt.
Als ich im vergangenen Jahr die Cranio-Sacrale-Therapie gelernt habe war ich skeptisch… So minimale Einwirkungen sollen so intensiv wirken? Dennoch war ich gewillt, dem Ganzen eine Chance zugeben, wenn es mir sinnvoll erschien, und habe es zumindest in meine Behandlungen mit einfließen lassen und bin nun doch voll überzeugt. Gerade bei Pferden die emotional oder durch Schmerzen sehr belastet sind und schon von vornherein dadurch völlig überreizt, finde ich einen viel besseren Zugang zu den Tieren. Es ist also doch mehr als "einfach nur die Hand auflegen" (das ist nämlich das was man als Aussenstehender zu sehen bekommt…) Ich selbst empfinde es eher als Dialog mit dem Individuum in seiner Ganzheit mit einer sehr respektvollen Herangehensweise. Denn ich komme nicht einfach und sage: “So, jetzt behandel ich dich, ob du willst oder nicht“(denn diese Entscheidung hat ja nicht das Pferd getroffen, sondern der Halter) sondern frage ich mit meiner Berührung das Pferd:“Was kann ich für dich tun?“ und lasse mich von ihm leiten. Klingt zu esoterisch? Das ist es aber nicht… Es ist eher eine Kombination aus Achtsamkeit auf die kleinsten Dinge, meine Präsenz und Intuition mit einem funktionell-anatomischen Fundament und einer Kombination von individuell angepassten,schonenden Behandlungsmethoden.
Die Cranio ist bestimmt kein Allheilmittel, aber auf jeden Fall eine Bereicherung für meine Arbeit :)

Habt ein wundervolles Wochenende!
Solveig

Danke Stefanie Michels für die ganzen tollen Bilder, ich komme jetzt erst langsam zum durchforsten ;)
15/02/2020

Danke Stefanie Michels für die ganzen tollen Bilder, ich komme jetzt erst langsam zum durchforsten ;)

Danke an Stefanie Michels Pferdephotographie für die schönen Impressionen
24/11/2019

Danke an Stefanie Michels Pferdephotographie für die schönen Impressionen

27/09/2019

❤️

30/11/2018

„Mein Pferd ist unglaublich Kurz!!! Ich brauche einen kurzen Sattel, wirklich richtig kurz!!“ erklärt Kundin X mir mit Nachdruck und verwendet das Wort kurz dabei so häufig, damit sie sicher ist, dass ich die Relevanz der kürze auch verstanden habe. Ich nicke bedächtig, kurz also. Das Pferd von Kundin X ist ein kleiner Warmblutmix mit einem robusten Einschlag, starke Schultern, runder Rippenbogen und kompakt im Typ. Ich zeichne die Sattellage ein, ende des Schulterblattes und Schulterknorpels und markiere den verlauf der letzten Rippe zum 18ten Brustwirbel mit einem Kreidestrich. Gemessen von Beginn bis zur letzten Rippe hat der freundliche Schecke eine Auflagefläche von 42 Zentimetern. Und wie geht es jetzt weiter? Was ist denn kurz? Ist das Pferd der Kundin jetzt unfassbar kurz, mittelkurz, etwas kurz, Kutschefahren-kurz oder sogar fast „normal“? Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf und betrachten die anatomischen Gegebenheiten der Tragfähigkeit unserer Reitpferde. Es wird schnell klar, dass zwar alle Pferde unterschiedlich sind, sie aber dennoch die selbe Anatomie haben, identisches Knochengerüst, sowie Muskeln und Sehnen. Unsere Reitpferde haben 18 Brustwirbel und 6 Lendenwirbel, wobei der Sattel nicht über den Ansatzpunkt der 18 Rippe hinaus gehen sollte. Die sechs Lendenwirbel haben keinerlei Verbindungen zu den Rippen und darüber hinaus lange Querfortsätze, die sich wie Flugzeugflügel zur Seite spannen und Ansatzpunkt für Muskeln und Bänder des Rückens bieten. Nach dem sechsten Lendenwirbel geht die Lendenwirbelsäule am Lumbosakralgelenk, welches für das Kippen des Beckens von maximal 20 grad zuständig ist, über in den ersten Kreuzwirbel. Betrachtet man ein freilaufendes Pferd im Galopp kann man gut erkennen, wie das Pferd bei jedem Galoppsprung die Lendenwirbelsäule aufwölbt und wieder wegdrückt. Das Zusammenspiel von Lende und Becken ermöglicht es so den Beinen weit unter den Körper zu fußen und sich nach vorn abzudrücken. Die Lendenwirbelsäule ist für die Fortbewegung gemacht und hängt frei in der Luft, getragen von den Bauchmuskeln und dem Lendenmuskel. Auch das Oberdornfortsatzband hilft, die Lende zu „Tragen“, wenn das Pferd das Becken abkippt. Wie wird jetzt ein Schuh draus? Zusammengefasst bedeutet die Anatomie der Lendenwirbelsäule für unsere Sättel folgendes: Da die Lendenwirbelsäule für die Fortbewegung gedacht ist, muss sie frei arbeiten können, sollte also keinem Druck durch den Sattel ausgesetzt sein. Damit die Lendenwirbelsäule tragen kann, benötigt das Pferd eine entsprechende Bauchmuskulatur. Und was ist mit Kundin X? Kundin X ist etwa 1,70m groß, trägt Größe 38-40 und hat einen eher langen Oberschenkel. Sie wird bei einem 17,5 Sitz vermutlich eine Auflagefläche von 43-45 Zentimetern benötigen. Und nun? Zu aller erst gilt es das Pferd genau zu betrachten. Wie ist es gebaut, wie bemuskelt, wie lang und wie gewinkelt ist der hintere Rücken? Wie reitet Kundin X, wie trainiert sie ihr Pferd? Da die Funktion der Lendenwirbelsäule maßgeblich von der tragenden Bauch- und Rückenmuskulatur geprägt ist, kann ein gut bemuskeltes und gerittenes Pferd durchaus einen Zentimeter mehr Auflagefläche vertragen, als ein unbemuskeltes, weniger gut gerittenes Pferd. Zu einem gut gerittenen Pferd trägt maßgeblich ein gut sitzender Reiter bei, es ist also unumgänglich Rücksicht auf die Ansprüche des Reiters zu nehmen und in keinem Fall ratsam einfach eine kleinere Sitzfläche zu wählen, nur um vor dem magischen Kreidestrich ein Ende zu finden. Was also tun? Es ist sinnvoll unter Betrachtung aller Relevanten Aspekte, Reitweise, Trainingszustand, Können des Reiters, Beweglichkeit des Pferdes und so weiter, und nach eingehender Beurteilung unter dem Sattel, herauszuarbeiten, in wie weit das Pferd tragfähig ist, und in wie weit es, bei weniger optimalen Pferd-Reiter Konstellationen, belastet werden kann und darf. Dabei sollte immer auch bedacht werden, dass sich der Druck pro Quadratzentimeter verringert, je mehr Fläche Besattelt wird, auch wenn dieser Text natürlich KEIN Plädoyer für einen zu langen Sattel ist. Was kann in der Praxis für Kundin X getan werden? Es kann ein Sattel gewählt werden, der über einen weiter vorn angelegten Sitzschwerpunkt verfügt und im Verlauf der Sitzschale etwas flacher gehalten ist, um mehr Sitzfläche zu bieten. Für KundInnen die in flacheren Sitzen nicht genügend Unterstützung finden sind spezielle Frauenbäume, also anatomisch auf das weibliche Becken abgestimmte Sitze, häufig die geeignete Wahl. In der Praxis gibt es viele Reiter-Pferde Paare, die Größenmäßig nicht miteinander harmonieren. Jeder Kunde sollte dabei ehrlich mit sich selbst sein. Sind die 40-42 Zentimeter Auflagefläche gemessen an Größe und vor allem Gewicht, angemessen für mein Pferd? Selbst wenn ein kurzer Sattel gefunden werden kann, der Druck pro cm2 erhöht sich natürlich. Was bedeutet also ein kurzes Pferd für den Reiter? Er sollte besonderen Wert auf die Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskultur legen. Er sollte sein eigenes Gewicht im Auge behalten und die Dauer und Häufigkeit der Ritte entsprechend bedenken. Er sollte fortlaufend die Passform seines Sattels überorüfen, um zusätzliche Belastungen frühzeitig zu beheben. Für kurze Pferde gibt es Lösungen, diese müssen allerdings individuell, kritisch, realistisch und wie bei allem: in Rücksprache mit dem Vierbeiner, gefunden werden. Denn am Ende jedes Termins, jedes Tages und jedes Rittes stellt man immer wieder fest: Das Pferd trifft die Entscheidung wie kurz es wirklich ist. Man sollte es nur fragen.

Adresse

Lüneburg

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Dienstag 08:00 - 19:00
Mittwoch 16:00 - 19:00
Donnerstag 08:00 - 19:00
Freitag 16:00 - 19:00
Samstag 09:00 - 17:00

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