08/09/2026
Schluß mit Stop-and-Go - Die staatliche Förderpolitik im Gebäudesektor benötigt nach Ansicht des VDMA Forum Gebäudetechnik dringend eine neue Ausrichtung. Die zentrale Botschaft des aktuellen Grundsatzpapiers lautet: Es geht nicht primär um mehr Fördermittel, sondern um die richtige Logik und Verlässlichkeit. Der Verband warnt davor, dass kurzfristige Förderstopps und ständige Nachjustierungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die Förderpolitik selbst zum unkalkulierbaren Investitionsrisiko machen und Fehlanreize schaffen.
Statt einzelne Heiztechnologien einseitig zu privilegieren oder künstlich zu verteuern, fordert der Verband, das Gebäude konsequent als Gesamtsystem zu begreifen. Neubau, Sanierung und netzgebundene Wärmeinfrastruktur müssen ausgewogen und technologieoffen gefördert werden, um vor Ort die jeweils wirksamste und wirtschaftlichste Lösung zu ermöglichen. Eine ganzheitliche Förderung darf Energieeffizienz, Raumluftqualität, Trinkwasserhygiene, Barrierefreiheit und Betriebsresilienz nicht gegeneinander ausspielen. Zudem mahnt das Papier ein Ende des Missverhältnisses an: Während Milliarden in Einzelmaßnahmen fließen, bleibt die für die Wärmewende unverzichtbare Fernwärme- und Wärmenetzförderung samt Großwärmepumpen und Speichern bislang deutlich zurück.
Neubau, Sanierung und Wärmeinfrastruktur gehören zusammen. Das VDMA Gebäudetechnik fordert eine bessere Förderlogik für den Gebäudesektor. ...