10/09/2026
Sie optimieren das Werkzeug. Sie optimieren die Maschine. Sie optimieren die Schnittdaten.
Die Auskraglänge bleibt, wie sie ist.
Jeder Zerspaner weiß, dass kurz besser ist als lang. Kaum jemand rechnet aus, was die paar Millimeter Reserve im Jahr kosten. Wir haben es gemacht.
Drei Versuche, drei baugleiche VHM-Schaftfräser HPC Ø 8 mm, jeder neu, jeder bis zum Bruch gefahren. Werkstoff 16MnCr5, 13 Ebenen, identische Schnittdaten. Verändert wurde nur die Auskraglänge: 33 mm, dann 29,5 mm, dann 25,5 mm.
Die mittlere Länge haben wir nicht zufällig gewählt. 29,5 mm entsprechen einer typischen Auskragung, wie sie sich in einem Weldon-Futter ergibt.
Von 33 auf 25,5 mm stieg die Standzeit um 10,5 Prozent. Das Zerspanvolumen je Werkzeug stieg um 18 Prozent.
Die beiden Zahlen passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Genau das ist der interessante Teil.
Das kurz gespannte Werkzeug hat pro Minute mehr Material abgetragen, 43,2 statt 40,4 cm³. Es lenkt weniger aus und vibriert weniger. Im Video sehen und hören Sie, was mit den beiden länger gespannten Fräsern passiert: Sie werden früher laut, weil sie verschleißen und sie fangen an zu glühen. Der Bruch ist die Folge, nicht die Ursache.
Rechnen wir das auf ein Jahr hoch. 3.520 Stunden Maschinenkapazität, 220 Produktionstage, zwei Schichten, 25 Minuten je Werkzeugwechsel inklusive Messen und Kontrollteil.
Die längere Auskragung kostet Sie rund 90 zusätzliche Werkzeugwechsel im Jahr. Das sind rund 37 Stunden, die Ihre Maschine wechselt statt zerspant.
Mit 50 Euro je Werkzeug, einem Ausschussteil je Wechsel bei 80 Euro Bauteilkosten und 120 Euro Maschinenstundensatz landen Sie bei rund 16.000 Euro pro Maschine und Jahr.
Das sind Annahmen. Setzen Sie Ihre eigenen ein, die Richtung bleibt.
Die zusätzlichen Millimeter entstehen selten beim letzten Handgriff an der Maschine. Sie stecken meistens schon in der Werkzeugliste, in der Kollisionsreserve oder in dem, was das Spannsystem überhaupt zulässt. Bei einem Weldon-Schaft begrenzen Lage und Länge der Spannfläche den einstellbaren Bereich. Im CENTRO|P positionieren Sie den zylindrischen Schaft innerhalb der zulässigen Spannlänge stufenlos.
Messen Sie an einem laufenden Auftrag nach, wie lang Ihr Werkzeug tatsächlich auskragt. Vergleichen Sie den Wert mit der kürzesten kollisionsfreien Länge. Die Differenz ist Ihre Reserve, und die können Sie jetzt beziffern.
Auf der AMB zeigen wir alle drei Versuche im Video und die vollständige Modellrechnung. Bringen Sie Ihre Stundensätze mit, dann rechnen wir es für Ihre Teile durch.
Mythen raus. Fakten rein.
AMB 2026
15. bis 19. September 2026, Messe Stuttgart, Halle 1, Stand 1F11
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