07/09/2026
Das von Sachsen-Anhalt ist kein Betriebsunfall. Es ist ein politischer . Und wer ihn jetzt noch nicht hört, hat nichts verstanden.
Der gestrige (6.9.26) zeigt mit brutaler Deutlichkeit, wie groß der Vertrauensverlust gegenüber der und damit gegenüber der politischen Mitte inzwischen geworden ist. In Sachsen-Anhalt besonders drastisch – aber keineswegs ausschließlich dort.
Die ist eine Gefahr für unsere . Und sie ist zugleich eine erhebliche Gefahr für den Deutschland, insbesondere für unsere exportorientierte .
Aber eines wäre für unsere Demokratie noch gefährlicher: wenn die politische Mitte ( / ) dieses Wahlergebnis wieder nur moralisch kommentiert, anstatt die Ursachen zu bekämpfen.
Es reicht nicht, erschüttert zu sein.
Es reicht nicht, den moralischen Zeigefinger zu heben.
Und es reicht schon gar nicht, jetzt wieder den „Osten“ pauschal zum Problem zu erklären.
Die Menschen in Sachsen-Anhalt sind nicht das Problem. Sie senden ein Signal.
Ein Signal an eine politische Klasse, die viel zu lange geglaubt hat, politische Versprechen könnten folgenlos gebrochen, Probleme ausgesessen und berechtigte Sorgen mit moralischen Appellen beantwortet werden.
Das ist kein „Ostproblem“.
Das ist ein Problem der Bundespolitik.
Die Bundesregierung muss endlich verstehen, was die Menschen bewegt – und anschließend handeln.
86 Prozent der von der CDU abgewanderten Wähler stimmen laut Infratest dimap der Aussage zu, dass die CDU bislang zu wenig von dem eingehalten hat, was vor der Bundestagswahl im Grundsatzprogramm versprochen wurde. Ebenso viele ehemalige CDU-Wähler in Sachsen-Anhalt beklagen, dass die Partei in der Bundesregierung zu wenig für die Senkung von Steuern und Abgaben getan habe.
Deutlicher kann ein Wählerauftrag kaum sein.
Deutschland braucht endlich grundlegende Reformen statt politischer Selbstberuhigung:
➡️ weniger statt immer neuer
➡️ wettbewerbsfähige statt weiterer Belastungen für und
➡️ niedrigere und Abgaben statt immer neuer finanzieller Lasten
➡️ eine konsequente - und Rückführungspolitik statt jahrelanger Ankündigungen
➡️ mehr Sicherheit und einen Staat, der seine Regeln tatsächlich durchsetzt
➡️ endlich wieder eine , die , und ermöglicht
Und ja: Auch die deutsche Außen- und muss endlich wieder strategischer werden.
Die Unterstützung der ist richtig und wichtig. Aber das Ziel muss ein Ende dieses Krieges sein. Und angesichts einer Atommacht wie Russland sollte Politik alle Möglichkeiten nutzen, um einen Weg zu einem belastbaren Frieden zu eröffnen – darf niemals als Schwäche gelten.
Was mich dabei besonders besorgt:
Die politische Mitte verliert Wähler – und scheint trotzdem noch immer nicht verstanden zu haben, warum.
Wer die Sorgen der Menschen ignoriert, überlässt ihre Antworten den politischen Rändern.
Wer Probleme nicht löst, darf sich nicht wundern, wenn die Menschen irgendwann andere wählen.
Und wer dieses Wahlergebnis jetzt lediglich als Problem des „Ostens“ abtut, macht den nächsten Fehler gleich hinterher.
Ich bin besorgt. Und leider gibt es dafür allen Grund.
Denn Demokratie scheitert nicht nur daran, dass extreme Parteien gewählt werden.
Demokratie gerät auch dann in Gefahr, wenn die demokratischen Parteien aufhören, den Menschen zuzuhören.
Adrian Pflieger, CEO BPA-Waterproofing