Pferdeheilpraxis - rundum gesund -

Pferdeheilpraxis - rundum gesund - Individuelle alternative Behandlungsmethoden für Ihr Pferd

27/05/2024
Wir haben uns mal an einem Weihnachtsshooting probiert....nächstes Jahr wird es professioneller aber fürs Erste ok❤️
24/12/2023

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03/11/2023

Vorsicht Schmerzen.

Pferde verfügen über weitreichende Kompensationstechniken, um Schmerzen zu verbergen. Dies ist ein Überbleibsel aus dem Leben als Beutetier, für das es lebensrettend sein kann, sich vor lauernden Raubtieren keine Schwäche anmerken zu lassen.
Leider führt diese Fähigkeit dazu, dass Verletzungen und Krankheiten oft zu spät erkannt werden, und dass viele Reiter Pferde reiten, die Schmerzen haben.
Und selbst wenn die Pferde zeigen, dass sie sich nicht wohl fühlen, werden sie häufig noch zu Leistungen gezwungen.
Das geht einfach nicht.
Ich will es daher noch einmal ganz deutlich sagen:
"Widerwilligkeit", "Faulheit", "Bocken" etc. können auf negative Erfahrungen, Reiterfehler oder schlechtes Reiten zurückzuführen sein - oder ein Hinweis auf Schmerzen sein. So oder so kann das Pferd nichts dafür und es dafür zu bestrafen, dass der Reiter unfähig ist, Fehler gemacht hat, das Pferd nicht richtig ausgebildet oder überfordert wurde oder eben: Schmerzen hat (letzteres übrigens meist auch nur des Reiters wegen), ist einfach abartig.

Nur ein Beispiel: Bei Schmerzen in einem Hinterbein verlagert das Pferd mehr Gewicht auf das andere Bein und versucht gleichzeitig, selbiges bei jedem Schritt so schnell wie möglich wieder abzusetzen, um das schmerzende Bein zu entlasten. Dadurch ändert sich natürlich der Bewegungsablauf:
Die Bewegung wird "unrund", das Pferd mag nicht mehr vorwärts gehen und wirkt "faul". Greift man nun zu längeren Sporen und Gerten, statt der Ursache auf den Grund zu gehen, kann man sich ungefähr vorstellen, was das für das Pferd bedeutet. Gleiches gilt, wenn ein Pferd z.B. den Sprung verweigert. In diesem Fall ist dies meist der Angst vor der Landung geschuldet und zwar häufig aufgrund von Schmerzen in einem der beiden Vorderbeine oder im Übergang zwischen Hals und Schulter/der HWS/ dem Schultergürtel.
Wenn Schmerzen als Ursache ausgeschlossen werden können, sollte man beim Reiter suchen und eventuellen negativen Erfahrungen des Pferdes auf den Grund gehen, wozu auch mentale oder physische Überforderung gehört.

Nein, Tierarzt, Hufschmied, Sattler und Osteopath können gutes Reiten nicht ersetzen, aber gutes Reiten bringt auch nichts, wenn das Pferd Schmerzen hat. Dies erkennen zu können gehört ebenso zu gutem Reiten, wie Körperbeherrschung, Fitness und richtige Hilfengebung. ©Julie von Bismarck

03/11/2023

Nicht dauertreiben oder dauerziehen! Erst recht nicht „hinten stechen, vorne ziehen“.

Beides bringt NICHTS! Statt Dauertreiben einfach mal eine zeitlang NICHT treiben und schauen, was passiert. Beine regelrecht auch mal wegstrecken, das fällt vor allem im Schritt dauertreibenden Reitern sehr schwer und sie wundern sich, wenn die Pferde dennoch weitergehen. Bleibt das Pferd stehen, dann zum Treiben wirklich nur einen leichten Impuls mit BEIDEN Waden gleichzeitig geben, gern zunächst mit Schnalzhilfe oder leichtem Touchieren mit der Gerte verbinden. Nicht quetschen und drücken sondern kurz „anstupfen“. Tritt das Pferd wieder an, dann aufmunternd loben und NICHT mehr treiben. Die Pferde müssen lernen, das Tempo auch ohne Dauertreiben des Reiters zu halten und auf leichte Impulse der Wade auch wieder zu reagieren. Sie spüren den Impuls ja, sie spüren ja auch ein Fliegenbein auf dem Fell. Damit die Pferde das Treiben wieder neu verstehen, muss das es bei Erfolg auch sofort aufhören!
Kommt man mit einer Zügelhilfe nicht durch, legt sich das Pferd auf die Hand, so gilt Ähnliches. Man kann die Hand MAL etwas länger stehen lassen, aber nur im Sinne einer durchhaltenden Hilfe, die über den Sitz und das Kreuz verankert ist und nicht rückwärts wirkt und selbst das sollte nicht länger als 3 Sekunden anhalten. Besser auch hier impulsartig einwirken und zwischen den Impulsen deutlich Nachgeben, sonst kommt Ihr in ein Ziehduell, das ihr verlieren werdet und das den Pferden das Gerittenwerden und Euch das Reiten verleidet. Die Hilfen müssen dauerhaft immer leichter werden können. Alles, was ihr vorn „zieht“, müsst ihr hinten bei vielen Pferden mühsam nachtreiben.
Das kann bei phlegmatischen Pferden echt eine Herausforderung sein! Es gibt Pferde, die eher phlegmatisch sind und zusätzlich dazu neigen, sich auf die Hand zu legen. Sie sind wirklich nicht einfach zu schließen und zum Schwingen zu bringen. Auch sollte man immer im Auge haben, ob die Pferde phlegmatisch sind, weil es ihnen nicht gut geht. Sind sie übergewichtig? Bekommen sie genug Schlaf und haben sie reichlich Auslauf und Sozialkontakte? Besteht vielleicht ein Mangel in der Ernährung trotz Übergewicht? Passt der Sattel, stört der Reiter überwiegend. Nicht selten wachen diese Pferde aber auch wieder auf, wenn man vor allem das Ziehen unterlässt. Mit angezogener Handbremse reitet es sich einfach zäh.
Zur Minimierung der Hilfen zurückzufinden, DAS ist
im Sinne der Pferde
Dagmar Ciolek

02/11/2023

Reiter sein.
In meiner Jugend ritten alle, die ich kannte, weil sie Pferde liebten und weil es ihnen so viel Freude bereitete. Es war nicht ihr Beruf, sie verdienten kein Geld damit (im Gegenteil, sie arbeiteten, um ihre Reiterei bezahlen zu können - das mache ich übrigens heute noch) und wir alle fühlten uns durch die bloße Tatsache, uns als Reiter bezeichnen zu dürfen, ein bisschen besonders. Weil uns bewusst war, dass Reiten etwas ist, das zu erlernen eine Menge Einsatz und Selbstdisziplin erfordert. Weil ein Pferd nun einmal ein hochsensibles, komplexes Geschöpf ist, mit dem umzugehen viel Wissen und Können erfordert - was deshalb nicht jeder konnte.
Die vielen Regeln, Traditionen und ungeschriebenen Gesetze, an die sich damals jeder Reiter gebunden fühlte, waren uns eine große Hilfe und das überwiegende Gefühl war: Freude.
Freude am Pferd, am Miteinander, an eigenen Fortschritten und denen der Mitreiter, am Reiten an sich. In meiner Kindheit und Jugend wurde auf Turnieren wie auch auf Ausritten immer gelacht und man behandelte sich untereinander (und sowieso alle Pferde) mit Respekt und Höflichkeit. Keiner ritt, um reich zu werden und manch einer, der es in den Kader schaffte, musste für die WM - oder Olympiateilnahme erst einmal mit seinem Chef sprechen, um überhaupt Urlaub zu bekommen.
Mir gefiel die Bodenständigkeit, der absolute Fokus auf das Pferd und dieses ganz besondere Gefühl der Dankbarkeit und des Stolzes, Reiter sein zu dürfen. Es war für mich ganz normal, direkt aus dem Stall kommend in nach Pferd riechenden, von Haaren und Matsch besprenkelten Klamotten durch die Hamburger Innenstadt zu laufen, ich war sogar stolz darauf, ebenso wie auf meine an der Innenseite (nicht der Rückseite!) abgenutzten Reitstiefel. Ich war Reiter und Reiter zu sein bedeutete Bodenständigkeit, Matsch und Mist aber eben auch nicht alltägliches Wissen und Können. Es war eine Auszeichnung, die man sich erarbeiten musste.
Für mich ist das immer noch so.
Es ist wirklich schade, dass die Motivation und Ausbildung vieler Reiter heute so anders aussieht und Bilder erzeugt, bei denen man sich eher schämen muss, Reiter zu sein. Besonders für die Pferde - aber auch für die Reiterei. ©Julie von Bismarck

19/10/2023

Ich bin immer wieder verwundert darüber, wie häufig Reiter den Grund und die Lösung für ihre Schwierigkeiten beim Reiten, beim Sattelgurt, dem Osteopathen oder dem Wetter suchen. Da wird seltsamste Ausrüstung gekauft, wildeste Therapien angewandt - und bei Wind nicht geritten.
Keine Frage, wenn tatsächlich eine körperliche Einschränkung vorliegt, muss diese behoben werden. Aber wenn das alle 4 Wochen passieren muss, ist etwas grundlegendes anderes nicht in Ordnung. Und der ganz normale Sattelgurt (Neopren/Schnur) ist ganz sicher NICHT das Problem.
Anders gesagt: Der wöchentlich kommende Physio und der spezial Gurt können keinen Ersatz für reiterliche Fähigkeiten bilden und auch nicht abstellen, dass Pferde bei Sturm instinktiv angespannt sind (sie können Gefahren schlechter hören, riechen und orten).
Gleiches gilt für die abstrusen Zäumungen und Erfindungen, die der Markt so ausspuckt. Eine ganz normale (Wasser)Trense mit locker verschnalltem Reithalfter und ein dem Pferd korrekt passender Sattel genügen.

Ich habe gestern einer Reiterin geholfen, so zu sitzen und einzuwirken, dass sie ihr sehr angespanntes, weglaufendes Pferd ruhig, entspannt und ohne Schwierigkeiten auch durch die „gefährliche Ecke“ reiten und sogar einige wirklich perfekte Schenkelweichen im Galopp auf einem entspannt schnaubenden, losgelassenen Pferd ausführen konnte (das hätte sie sich glaube ich gar nicht vorstellen können, da sie das noch nie gemacht und zuvor schon Schwierigkeiten hatten, einfach nur das Tempo zu regulieren und außen herum zu kommen).

Und das ist eben genau mein Punkt: Es liegt einzig und allein an den Fähigkeiten und der Einwirkung des REITERS, dessen Gelassenheit, Geschick und Können, ob ein Pferd entspannt und losgelassen mitarbeitet, oder nicht. Das Pferd reagiert darauf, was wir ausstrahlen und tun.
Kein Ausrüstungsgegenstand der Welt und keine Therapie kann daher korrekte reiterliche Ausbildung, Fitness und Selbstkontrolle ersetzen.
Reitunterricht sollte aus Erklärungen für den Reiter bestehen, damit seine Hilfen dem Pferd helfen, statt zu stören. Wer statt dem Reiter das Pferd korrigiert, hat nicht verstanden, wie Reiten funktioniert. ©Julie von Bismarck

Adresse

Triftstraße 23
Heidenau
21258

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