Ingenieurbüro Dr. Krämer GmbH

Ingenieurbüro Dr. Krämer GmbH STATIK I KONSTRUKTION I BRANDSCHUTZ I BAUDYNAMIK

ARGE STATIK FRIEDENSTEIN - AUS ZWEI WIRD EINS Autor: Dipl.-Ing. (FH) C. AdlerSeit 2015 arbeiten die Ingenieurbüro Dr. Kr...
10/09/2026

ARGE STATIK FRIEDENSTEIN - AUS ZWEI WIRD EINS
Autor: Dipl.-Ing. (FH) C. Adler

Seit 2015 arbeiten die Ingenieurbüro Dr. Krämer GmbH und die Trabert Ingenieure GmbH & Co. KG am Großprojekt Schloss Friedenstein der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Arbeitsgemeinschaft in der Fachplanung Tragwerksplanung zusammen.
Frühzeitig wurden die fachlichen und organisatorischen Aufgaben verteilt. Doch eine erfolgreiche ARGE bedeutet mehr als die reine Aufgabenverteilung.
Beide Büros bringen unterschiedliche Erfahrungen, Arbeitsweisen und fachliche Perspektiven ein. Daraus entsteht ein wertvoller Austausch. Fragen zur Konstruktion, zum Umgang mit der historischen Bausubstanz oder zu technischen Lösungen werden gemeinsam diskutiert und Ansätze verglichen. So profitieren beide Partner vom Know-how des jeweils anderen und schaffen einen zusätzlichen Mehrwert.
Eine besondere Herausforderung liegt auf der organisatorischen Ebene. Damit aus zwei Büros ein einheitliches Planungsteam wird, müssen Abläufe, Termine, Zuständigkeiten, Planungsstände und Kommunikationswege abgestimmt werden. Entscheidungen werden gemeinsam vorbereitet und getroffen, Informationen ausgetauscht und unterschiedliche Arbeitsweisen miteinander in Einklang gebracht.
Meine Aufgabe als kaufmännischer Geschäftsführer der ARGE habe ich 2024 übernommen. Sie unterscheidet sich deutlich von der eines klassischen Projektleiters. Dazu gehören die Koordination der Büros, kaufmännische Themen, Vertrags- und Leistungsfragen, Ressourcen- und Terminplanung sowie die Abstimmung mit Auftraggebern und Projektbeteiligten. Ebenso wichtig ist es, bei unterschiedlichen Interessen eine gemeinsame Linie zu finden.
Die Zusammenarbeit am Schloss Friedenstein zeigt: Die sachliche Aufteilung der Aufgaben ist nur der erste Schritt. Durch die enge Abstimmung auf fachlicher und organisatorischer Ebene funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den beiden eigenständigen Ingenieurbüros verlässlich und zielgerichtet. Beide Partner können sich aufeinander verlassen, ihre jeweiligen Stärken einbringen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Genau das macht eine funktionierende ARGE aus – und aus zwei wird eins.

Bild KI-generiert

Heute ist Internationaler Katzentag! 🐾Natürlich feiern wir unsere wichtigsten Fachkräfte: die Bürokatzen. Sie prüfen Kar...
08/08/2026

Heute ist Internationaler Katzentag! 🐾

Natürlich feiern wir unsere wichtigsten Fachkräfte: die Bürokatzen. Sie prüfen Kartons auf Tragfähigkeit, überwachen konzentriert den Mausverkehr und testen sämtliche Schreibtische auf ihre Belastbarkeit.

Ihr Urteil ist eindeutig: Alles statisch einwandfrei – solange der Futternapf ausreichend gefüllt ist.

Danke an unsere schnurrenden Kolleginnen und Kollegen für die zuverlässige Aufsicht im Homeoffice, spontane Planänderungen per Pfotendruck und regelmäßige Pausen-Erinnerungen! 🐈‍⬛

Für die Grüße zum Weltkatzentag haben sich die Fellnasen unserer Kollegen Christoph und Franziska freiwillig gemeldet. 🐱

Titelbild KI-generiert

TRADITION TRIFFT TRAGWERKSPLANUNG –MONDHOLZ AM BEISPIEL DES BETTENHAUSESGEHRENAutorin: M.Eng. Linda EiflerProjektbeteili...
05/08/2026

TRADITION TRIFFT TRAGWERKSPLANUNG –
MONDHOLZ AM BEISPIEL DES BETTENHAUSES
GEHREN

Autorin: M.Eng. Linda Eifler
Projektbeteiligte Tragwerksplanung

Mit dem Bettenhaus des Forstlichen Bildungszentrums (FBZ) Gehren entstand auf dem Gelände des Bildungszentrums in der Töpfergasse 27 in 98694 Ilmenau, OT Gehren, ein moderner Holzbau mit 20 Gästezimmern für Thüringenforst. Der Entwurf stammt von raum33 Architekten, J. Weber & D. Hädicke PartGmbB, unter der Leitung von Jörg Weber. Das Ingenieurbüro IBK Weimar war mit der Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1 bis 6 nach HOAI beauftragt und begleitete das Projekt von der Grundlagenermittlung bis zur Ausführungsplanung.

Holz als nachwachsender Rohstoff verbindet beim Bettenhaus ökologische und regionale Aspekte. Während seines Wachstums bindet Holz Kohlendioxid und speichert den Kohlenstoff über die Nutzungsdauer eines Bauwerks. Gleichzeitig ersetzt es energieintensiv hergestellte Baustoffe wie Beton oder Stahl. Das verwendete Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Thüringer Wäldern, wurde regional verarbeitet und von heimischen Unternehmen verbaut. So verbindet das Projekt nachhaltige Forstwirtschaft, kurze Transportwege und regionale Wertschöpfung.

ThüringenForst ging bei diesem Bauvorhaben jedoch noch einen Schritt weiter: Die 19 Lärchenrundholzstützen wurden aus sogenanntem Mondholz gefertigt. Darüber hinaus kamen rund 300 m³ Fichtenkonstruktionsholz und 400 m² Lärchenbrettschalung zum Einsatz. Die markanten Rundholzstützen prägen durch ihre massive Gestalt das Erscheinungsbild der Eingangsseite.

Die Verwendung von Mondholz stellt besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Da der Einschlag nur innerhalb bestimmter Zeiträume erfolgt, sind eine frühzeitige Abstimmung sowie die Dokumentation von Erntezeitpunkt und Materialherkunft von Bedeutung. Beim Bettenhaus Gehren konnten diese Anforderungen durch die Rolle des Bauherrn als Akteur der Forstwirtschaft und die damit verbundene besondere Beziehung zum Werkstoff Holz optimal umgesetzt werden.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Mondholz? Häufig werden dabei zwei Aspekte miteinander vermischt. Der traditionelle Einschlag im Winter, wenn sich die Bäume in der Vegetationsruhe befinden, kann sich aufgrund geringerer Holzfeuchte positiv auf Lagerung und Verarbeitung auswirken. Der Einschlag bei abnehmendem Mond hingegen beruht auf überlieferten Holzbauregeln. Dem Holz werden dadurch unter anderem eine höhere Dauerhaftigkeit und Formstabilität zugeschrieben. Ein wissenschaftlicher Nachweis, dass die Mondphase selbst die Materialeigenschaften beeinflusst, konnte bislang jedoch nicht erbracht werden.

Die Verwendung von Mondholz stand dem ingenieurmäßigen Planen dabei nicht entgegen. Die Aufgabe der Tragwerksplanung bestand darin, die Wünsche des Bauherrn mit den anerkannten Regeln der Technik in Einklang zu bringen. Da keine normativ eingeführten Materialkennwerte für Mondholz vorliegen, erfolgte die statische Bemessung auf Grundlage der geltenden Normen für konventionelles Bauholz.

Das Bettenhaus Gehren zeigt, wie sich traditionelle Holzbaukultur und moderner Ingenieurholzbau erfolgreich verbinden lassen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Architekten, Forstwirtschaft, Holzbauunternehmen und Tragwerksplanung entstand ein Gebäude, das regionale Wertschöpfung, nachhaltiges Bauen und moderne Ingenieurkunst miteinander verbindet.

Über die Einweihung des Bettenhauses am 13. März 2026 berichtete auch der MDR. Der Fernsehbeitrag zeigt das Gebäude sowie den Einsatz von Mondholz im modernen Holzbau:
https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/ilmenau-ilmkreis/video-forst-bettenhaus-gehren-holz-100.html

Titelbild KI-generiert

Abb. 1: Entwurf der äußeren Gestalt des Bettenhauses vom 24.02.2023, raum33 Architekten

Abb. 2: Foto der Montage der MHM-Wandelemente am 08.10.2024, ibk

Abb. 3: Foto des Einbaus der Rundholzstützen am 11.12.2024, ibk

Abb. 4: Foto im Flur bei der Einweihung am 13.03.2026, ibk

Abb. 5: Foto von außen bei der Einweihung am 13.03.2026, ibk

Bestandsgeschichten  #05Wenn ein Gebäude 700 Jahre Geschichte trägt Haus „Zur Sonne“ in Jena📍 Ort: Jena, Thüringen🏢 Bauh...
04/08/2026

Bestandsgeschichten #05
Wenn ein Gebäude 700 Jahre Geschichte trägt
Haus „Zur Sonne“ in Jena

📍 Ort: Jena, Thüringen
🏢 Bauherr: Wohnungsgenossenschaft "Carl Zeiss" e.G
✏️ Architektur: Rittmannsperger Architekten GmbH
👷 Unsere Leistung: Tragwerksplanung, Brandschutzfachplanung und Objektüberwachung
🏗 Projekt: Umfassende Sanierung und Weiterentwicklung des historischen Hauses „Zur Sonne“ als Wohn- und Geschäftshaus
💡 Besonderheit: Die denkmalgerechte Rettung eines der ältesten Gebäude Jenas – ausgezeichnet mit dem Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen 2015

Wie viel Veränderung kann ein Gebäude verkraften, ohne seine Geschichte zu verlieren?
Beim Haus „Zur Sonne“ lautet die Antwort: erstaunlich viel – wenn man seine Konstruktion zuerst versteht.

Die ältesten Teile des Gebäudes am Jenaer Markt entstanden bereits um 1300. Über Jahrhunderte wurde das Haus erweitert, umgebaut und immer wieder neuen Nutzungen angepasst. Nach rund 20 Jahren Leerstand war die historische Bausubstanz jedoch stark geschädigt.
Mauerwerk, Holzbalkendecken, Fachwerkwände und Gewölbe mussten zunächst genau untersucht werden. Dabei wurden mehr als 20 unterschiedliche Mauerwerksaufbauten entdeckt – jedes einzelne ein Stück Baugeschichte.

Unsere Arbeit folgte dabei einem bewährten Prinzip:
Anamnese. Diagnose. Therapie.
Erst nachdem der Bestand umfassend analysiert worden war, konnten Lösungen entwickelt werden, die die Tragfähigkeit wiederherstellten und gleichzeitig möglichst viel der historischen Konstruktion bewahrten.
Das Gebäude wurde gesichert, geschädigte Bauteile denkmalgerecht instand gesetzt und die Dachkonstruktion vollständig erneuert. Die mittelalterlichen Kellergewölbe wurden mit einem historischen Heißkalkmörtel stabilisiert – nach den Projektunterlagen erstmals in Thüringen angewendet. Gleichzeitig mussten die Fundamente für den angrenzenden Sonnenhof aufwendig unterfangen werden.
Heute erzählt das Haus seine Geschichte weiter – unter anderem durch die erhaltene Bohlenstube aus dem 16. Jahrhundert, die im öffentlichen Durchgang wieder sichtbar gemacht wurde.

Für die Sanierung erhielt das Projekt den Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen 2015.

Rittmannsperger Architekten GmbH
https://rittmannsperger.de/portfolio-items/haus-zur-sonne-jena/?portfolioCats=15

📸 Foto: Thomas Müller, M.A., Weimar (Bild 2-6); ibk

Neues schaffen  #04Räume, in denen Kinder ihren eigenen Weg entdeckenKita „Im Ziegenhainer Tal“ in Jena 📍 Ort: Jena, Ort...
30/07/2026

Neues schaffen #04

Räume, in denen Kinder ihren eigenen Weg entdecken
Kita „Im Ziegenhainer Tal“ in Jena

📍 Ort: Jena, Ortsteil Ziegenhain
🏢 Bauherr: Heimstätten-Verwaltungsgesellschaft mbH Jena; heutiger Eigentümer AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V.
✏️ Architektur: reich.architekten BDA, Weimar
👷 Unsere Leistung: Tragwerksplanung, Objektüberwachung und Brandschutzfachplanung
🏗 Projekt: Neubau einer zweigeschossigen Kindertagesstätte für bis zu 90 Kinder
💡 Besonderheit: Ein offenes Betreuungskonzept, helle Räume zum Spielen und Lernen sowie eine große, geschossübergreifende Spiel- und Sitztreppe als Herz des Hauses.

In Thüringen wurden 2025 nur noch 11.052 Kinder geboren – rund 40 Prozent weniger als im Jahr 2016, in dem die Kita „Im Ziegenhainer Tal“ fertiggestellt wurde. Hinter dieser Entwicklung stehen sowohl weniger Frauen im gebärfähigen Alter als auch eine sinkende durchschnittliche Kinderzahl je Frau.

Was bedeutet das für Gebäude, die für Kinder entstehen?

Aus unserer Sicht vor allem eines: Gute Räume für Bildung, Betreuung und Gemeinschaft werden dadurch nicht weniger wichtig. Denn unabhängig von Geburtenstatistiken braucht jedes Kind einen Ort, an dem es sich sicher fühlt, neugierig sein darf und sich frei entwickeln kann.

Genau dafür wurde die Kita „Im Ziegenhainer Tal“ entworfen.

Der zweigeschossige Neubau entstand auf einem anspruchsvollen Hanggrundstück mit dichtem Baumbestand. Alle Gruppen- und Funktionsräume sind von einem zentralen, zweigeschossig offenen Bereich aus erreichbar. Eine große Sitz- und Spieltreppe bildet dabei das Herz der Einrichtung. Die Räume orientieren sich zum Garten und zum Tageslicht, ein Aufzug ermöglicht die barrierefreie Erschließung.

Für uns bestand die Herausforderung darin, die offene Architektur mit der Hanglage, den großen Raumöffnungen und dem geschossübergreifenden Treppenbereich zu einem sicheren und tragfähigen Gebäude zusammenzuführen.

💬 Was braucht eine Kita aus deiner Sicht, damit Kinder sich dort wirklich wohlfühlen und frei entfalten können?

reich.architekten BDA, Weimar www.reicharchitekten.de

📸 Fotos: reich.architekten BDA

Bestandsgeschichten  #04Wenn der Familienausflug plötzlich zur Projektbesichtigung wirdFilmmuseum Potsdam📍 Ort: Potsdam,...
28/07/2026

Bestandsgeschichten #04

Wenn der Familienausflug plötzlich zur Projektbesichtigung wird
Filmmuseum Potsdam

📍 Ort: Potsdam, Brandenburg
🏢 Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
✏️ Architektur: 3PO Bopst Melan Architekten BDA PartGmbB
👷 Unsere Leistung: Tragwerksplanung, Brandschutzfachplanung sowie Erstellung von Flucht- und Rettungswegplänen, Feuerwehrplänen und Brandfallsteuermatrix
🏗 Projekt: Sanierung und brandschutztechnische Ertüchtigung des Filmmuseums Potsdam
💡 Besonderheit: Erhalt eines über 300 Jahre alten Baudenkmals bei gleichzeitiger Umsetzung moderner Brandschutzanforderungen für Museum, Kino und öffentliche Nutzung.

Sommerzeit ist Reisezeit. Auch einige Kolleginnen und Kollegen aus unserem Büro nutzen die Ferien für Ausflüge mit der Familie. Manchmal führt der Weg dabei an Orte, die uns besonders vertraut sind – nicht nur als Besucher, sondern auch als Ingenieurinnen und Ingenieure.

So ging es kürzlich im Filmmuseum Potsdam.
Wenn man dort mit den eigenen Kindern oder Enkeln durch das Museum geht, erzählt man plötzlich nicht nur etwas über Filme, sondern auch darüber, wie spannend es ist, historische Gebäude für die Zukunft fit zu machen.

Das Filmmuseum befindet sich im Marstall des ehemaligen Potsdamer Stadtschlosses – dem ältesten erhaltenen Gebäude der Potsdamer Innenstadt. Ursprünglich wurde es 1685 als Orangerie errichtet und später zum Marstall umgebaut. Heute beherbergt es das älteste Filmmuseum Deutschlands. Nach umfangreichen Sanierungs- und Brandschutzmaßnahmen wurde das Museum 2014 wiedereröffnet.

Unsere Aufgabe bestand darin, die Sanierung tragwerksplanerisch und brandschutztechnisch zu begleiten. Gerade bei einem denkmalgeschützten Gebäude ist das eine besondere Herausforderung: Moderne Sicherheitsanforderungen müssen umgesetzt werden, ohne die historische Bausubstanz und ihren Charakter zu beeinträchtigen.

💬 Warst du schon einmal im Filmmuseum Potsdam oder hast einen Ort besucht, an dem du plötzlich eine ganz persönliche Verbindung entdeckt hast?

📸 Fotos: ibk

Neues schaffen  #03Wo Ausbildung ein Zuhause bekommtNeues Bettenhaus am FBZ Gehren📍 Ort: Ilmenau, Ortsteil Gehren, Thüri...
27/07/2026

Neues schaffen #03

Wo Ausbildung ein Zuhause bekommt
Neues Bettenhaus am FBZ Gehren

📍 Ort: Ilmenau, Ortsteil Gehren, Thüringen
🏢 Bauherr: ThüringenForst – Anstalt öffentlichen Rechts Thüringenforst
👷 Unsere Leistung: Tragwerksplanung und Objektüberwachung
🏗 Projekt: Neubau eines dreigeschossigen Bettenhauses mit 20 Einzelzimmern sowie Arbeits- und Gemeinschaftsbereichen für das Forstliche Bildungszentrum Gehren
💡 Besonderheit: Ein nahezu vollständig in Holzbauweise errichtetes Gebäude aus regional gewonnenen Hölzern – mit auffälligen, schräg gestellten Rundholzstützen aus Lärche.

Wer unsere Wälder für die Zukunft stärken möchte, braucht Wissen, Erfahrung und Menschen, die sich mit Leidenschaft für sie einsetzen.

Am Forstlichen Bildungszentrum in Gehren werden angehende Forstwirtinnen und Forstwirte ausgebildet, Waldbesitzende beraten und Mitarbeitende von ThüringenForst weiterqualifiziert. Mit dem neuen Bettenhaus wurde der Ausbildungsstandort nun um 20 Einzelzimmer sowie moderne Arbeits- und Aufenthaltsräume erweitert.

Passend zu seiner Nutzung wurde das dreigeschossige Gebäude konsequent als Holzbau entwickelt. Wände, Decken, Treppe, Stützen und Unterzüge bestehen weitgehend aus Holz oder Holzwerkstoffen. Lediglich dort, wo es konstruktiv oder baurechtlich erforderlich war, kamen andere Baustoffe zum Einsatz.

Eine besondere Rolle spielen die 19 Rundholzstützen an der Gebäudefassade. Die Lärchenstämme wurden von ThüringenForst bereitgestellt und bewusst schräg eingebaut. Sie tragen die auskragende Dachkonstruktion und dienen gleichzeitig als prägendes Gestaltungs- und Verschattungselement. Das verwendete Holz stammt aus regionalen Wäldern, wurde in der Region verarbeitet und durch heimische Unternehmen verbaut.

Für die Tragwerksplanung bedeutete die konsequente Holzbauweise, unterschiedlichste Konstruktionen aufeinander abzustimmen: Massivholzwände, Brettstapeldecken, Brettsperrholztreppen sowie Stützen und Unterzüge aus Brettschicht- und Furnierschichtholz.

So entstand ein Gebäude, bei dem Baustoff, Nutzung und Standort auf besondere Weise zusammenpassen: Ein Haus aus Holz für die Menschen, die sich um den Wald von morgen kümmern.

📸 Fotos: ibk

Bestandsgeschichten  #03Wenn Geschichte neue Aufgaben bekommt - Amtsgericht Rudolstadt📍 Ort: Rudolstadt, Thüringen🏢 Bauh...
21/07/2026

Bestandsgeschichten #03

Wenn Geschichte neue Aufgaben bekommt - Amtsgericht Rudolstadt

📍 Ort: Rudolstadt, Thüringen
🏢 Bauherr: Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr
✏️ Architektur: ARGE Rudolstadt – gildehaus.partner architekten mbB & Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl

👷 Unsere Leistung: Tragwerksplanung, statisch-konstruktive Bauaufnahme, Objektüberwachung, Nachweis der Feuerwiderstandsdauer sowie Nachweis der bauzeitlichen Abstützungen
🏗 Projekt: Sanierung und Weiterentwicklung des denkmalgeschützten Amtsgerichts mit Neubau des Zwischenbaus und Umbau des ehemaligen Zellentrakts zum Archiv
💡 Besonderheit: Historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig ein Gerichtsgebäude schaffen, das den Anforderungen einer modernen Justiz gerecht wird.

Manche Gebäude erzählen nicht nur Geschichte – sie schreiben sie bis heute weiter.

Das Amtsgericht Rudolstadt begleitet die Stadt seit mehr als einem Jahrhundert. Hinter den historischen Fassaden verbirgt sich jedoch weit mehr als ein einzelnes Gebäude: Das Ensemble besteht aus drei Baukörpern unterschiedlicher Entstehungszeit – vom ehemaligen Zellentrakt aus dem Jahr 1853 bis zum repräsentativen Gerichtsgebäude mit seinen prägenden Jugendstilelementen.

Die Herausforderung bestand darin, dieses geschichtsträchtige Ensemble behutsam zu sanieren und gleichzeitig den Anforderungen eines modernen Gerichts gerecht zu werden. Barrierefreiheit, Sicherheit und moderne Gebäudetechnik mussten integriert werden, ohne den denkmalgeschützten Charakter zu verlieren.

Für uns bedeutete das unter anderem, historische Tragwerke zu untersuchen, umfangreiche statische Eingriffe im Bestandsgebäude zu begleiten und den ehemaligen Gefängnistrakt vollständig umzubauen. Dort, wo früher Gefängniszellen waren, befinden sich heute moderne Archivflächen – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie bestehende Bauwerke neue Aufgaben übernehmen können. Gleichzeitig entstand anstelle des stark geschädigten Zwischenbaus ein neuer Gebäudeteil, der Alt und Neu harmonisch miteinander verbindet.

💬 Kennst du Gebäude, die im Laufe ihrer Geschichte eine völlig neue Nutzung erhalten haben?

Architekturbüro Alexander Pfohl BDA (bis 01/2022 als „Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl) www.architechnik.de
gildehaus.partner architekten mbB BDA www.gildehauspartner.de

📸 Foto:

Neues schaffen  #02Nordlichter III – Mehrfamilienhäuser in Jena📍 Ort: Jena, Thüringen🏢 Bauherr:  Wohnungsgenossenschaft ...
16/07/2026

Neues schaffen #02

Nordlichter III – Mehrfamilienhäuser in Jena

📍 Ort: Jena, Thüringen

🏢 Bauherr: Wohnungsgenossenschaft "Carl Zeiss" e.G

✏️ Architektur: Schettler & Partner PartGmbB - www.schettlerpartner.de

👷 Unsere Leistung: Tragwerksplanung und Objektüberwachung

🏗 Projekt: Neubau von neun vier- und fünfgeschossigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 135 Wohnungen sowie zwei Tiefgaragen mit 175 Pkw-Stellplätzen

💡 Besonderheit: Ein verkehrsfreies Wohnquartier nach dem Leitgedanken „Wohnen um einen Hof“, bei dem gemeinschaftliche Freiräume, unterschiedliche Gebäudetypen und anspruchsvolle Tragwerkslösungen miteinander verbunden wurden.

Neuer Wohnraum entsteht nicht nur aus Wänden, Decken und Fundamenten.
Er entsteht aus dem Bedarf nach einem Zuhause, nach Rückzug, Nachbarschaft und Orten, an denen Gemeinschaft wachsen kann.

Mit den Nordlichtern III wurde in Jena ein neues Wohnquartier mit neun Mehrfamilienhäusern und insgesamt 135 Wohnungen geschaffen. Die vier- und fünfgeschossigen Gebäude gruppieren sich um unterschiedlich gestaltete, miteinander verbundene Wohnhöfe. So wurde das städtebauliche Konzept des benachbarten Quartiers Nordlichter II zur Idee „Wohnen um einen Hof“ weiterentwickelt.

Neben privaten Balkonen, Terrassen und Vorgärten entstanden gemeinschaftlich nutzbare Freiräume, die Begegnungen ermöglichen und den Innenbereich des Quartiers weitgehend vom Autoverkehr freihalten.

Auch für die Tragwerksplanung brachte das Projekt besondere Aufgaben mit sich: Versetzt angeordnete, auskragende Loggien mussten ohne gleichmäßig durchgehende Tragstruktur realisiert werden. Drei Wohnhäuser stehen zudem teilweise auf den eingeschossigen Tiefgaragen, sodass ihre Lasten über die Tiefgaragendecken abgefangen werden mussten.

Für die Gründungsbauteile kam eine kombinierte Bewehrung aus Stabstahl und Stahlfasern zum Einsatz. Gemeinsam mit Maßnahmen zur Baugrundverbesserung und einem kontinuierlichen Grundwassermonitoring ermöglichte sie eine wirtschaftliche und technisch abgestimmte Umsetzung.

So entstand nicht nur neuer Wohnraum, sondern ein Quartier, das unterschiedliche Bedürfnisse miteinander verbindet und Raum für Gemeinschaft schafft.

📸 Fotos: Claus Bach | Weimar - Fotografie

Bestandsgeschichten  #02Historisches Rathaus Weimar📍 Ort: Weimar, Thüringen🏢 Bauherr: Stadt Weimar ✏️ Architektur: ARGE ...
14/07/2026

Bestandsgeschichten #02

Historisches Rathaus Weimar

📍 Ort: Weimar, Thüringen

🏢 Bauherr: Stadt Weimar

✏️ Architektur: ARGE Rathaus – gildehaus.partner architekten mbB & Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl

👷 Unsere Leistung: Statisch-konstruktive Bauaufnahme, Tragwerksplanung, Objektüberwachung sowie besondere Nachweisführung im Einzelfall

🏗 Projekt: Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses und Neubau eines dreigeschossigen Erweiterungsbaus

💡 Besonderheit: Historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig Barrierefreiheit sowie moderne Nutzungsanforderungen schaffen.

Das Rathaus gehört seit fast 200 Jahren zum Stadtbild von Weimar. Generationen von Menschen haben hier geheiratet, Entscheidungen getroffen oder das Gebäude einfach als festen Bestandteil des Marktplatzes erlebt.

Doch historische Gebäude stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie sollen ihre Geschichte bewahren und gleichzeitig den Anforderungen unserer Zeit gerecht werden.

Genau das war das Ziel dieses Projekts.

Neben der denkmalgerechten Sanierung entstand auf der Hofseite ein neuer Erweiterungsbau – der sogenannte „stumme Diener“. Er nimmt heute unter anderem den barrierefreien Aufzug, die Fluchttreppe sowie Technik- und Sanitärräume auf. Dadurch konnten die historischen Raumstrukturen im Rathaus weitgehend erhalten bleiben. Gleichzeitig wurde der Haupteingang erstmals barrierefrei zugänglich gestaltet.

Für uns bestand die Herausforderung darin, historische Konstruktionen zu verstehen, Schäden an Dach- und Tragwerk substanzschonend zu sanieren und gleichzeitig den Neubau so zu gründen, dass keine schädlichen Setzungsunterschiede zwischen Alt- und Neubau entstehen. Dazu wurden verschiedene Gründungsvarianten statisch und wirtschaftlich untersucht.

Für dieses Projekt erhielt die Planung im Jahr 2024 eine Anerkennung beim Architekturpreis der Architektenkammer Thüringen.

💬 Warst du schon einmal im Weimarer Rathaus? Vielleicht sogar im Trauzimmer?

Architekturbüro Alexander Pfohl BDA (bis 01/2022 als „Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl) www.architechnik.de

gildehaus.partner architekten mbB BDA www.gildehauspartner.de

📸 Fotos: gildehaus.partner architekten BDA

Adresse

Franz-Parr-Platz 1
Güstrow
18273

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