26/05/2023
Der Abgeordnete Torsten Herbst MdB informierte sich über die mittelständische Wirtschaft im Landkreis
In den letzten Jahren ging die Bedeutung einst großer Arbeitgeber z.B. im Schienenfahrzeugbau im Landkreis Görlitz deutlich zurück. Auch im Maschinenbau für die Energietechnik gingen viele Arbeitsplätze verloren.
Neben Maschinen- und Metallbau sind stattdessen mittelständische Unternehmen in der Medizintechnik und der Softwareentwicklung ein solider Grundpfeiler der heimischen Wirtschaft geworden.
Für die Zukunft und die weitere positive Entwicklung sind folgende Faktoren entscheidend:
Der Fachkräftemangel ist groß, aber im Vergleich zu Standorten in Süd- und Westdeutschland merklich besser. Der Landkreis braucht hier die Zuwanderung von qualifiziertem Personal.
Das Angebot an Gewerbeimmobilien ist spärlich. Wachsenden Unternehmen bleibt nichts anderes übrig als zu bauen. Hier hilft die GRW-Zulage, die auch in Zukunft dringend benötigt wird.
Hohe steuerliche Belastung durch Gewerbesteuer und Grundsteuer B sind von Nachteil. Hier sind die Kommunen gefordert. Die Stadt Görlitz ist hier kein Vorbild und hat bei der Unternehmerschaft Vertrauen verloren.
Vergleichsweise hohe Energiekosten machen die Ansiedelung von Firmen mit hohem Energieverbrauch unattraktiv. Diese Firmen bevorzugen heute Standorte in Osteuropa. Das Grüne Wirtschaftsministerium hat den Mittelstand vergessen und bietet keine Lösungen an. Vielen Unternehmen z.B. des Kunststoffrecyclings stehen schwere Zeiten bevor.
Natürlich gibt es auch Vorzüge im Landkreis Görlitz im nationalen Wettbewerb um die besten Standorte. Hierzu zählen Preisvorteile bei der Miete von Wohnraum. Als Plus sind die hohe Lebensqualität in Görlitz und auch den ländlichen Gegenden zu verzeichnen. Als Beispiel ist hier das Naherholungsgebiet Berzdorfer See zu nennen.
Wir bedanken uns bei Herrn Torsten Herbst für sein Interesse und das konstruktive Gespräch.
Pla.to GmbH, Görlitz 3. Mai 2023