22/10/2026
Der Prototyp läuft. Entwicklung abgeschlossen? Noch lange nicht. 🔬
Ein erfolgreicher Funktionstest zeigt zunächst, dass das Gerät unter den geprüften Bedingungen funktioniert. Ob es seine Aufgaben auch über die vorgesehene Nutzungsdauer zuverlässig erfüllt, ist eine weitere Frage.
Genau darum geht es bei Design for Reliability
Am Beispiel eines medizinischen Wearables: Wiederholte Bewegung beansprucht Kabel und Steckverbinder. Temperaturwechsel belasten Bauteile und Verbindungen. Schweiß und Reinigung wirken auf Materialien und Gehäuse. Diese Einflüsse müssen schon in die Anforderungen und die Konstruktion einfließen.
Dafür müssen mehrere Entscheidungen zusammenpassen:
🔧 Komponenten passend zum Einsatz auswählen: Neben den elektrischen Kennwerten zählen etwa Temperaturbereich, Belastbarkeit und Lebensdauer. Auch Fertigungsqualität, Verfügbarkeit und mögliche Bauteilabkündigungen spielen eine Rolle.
📐 Toleranzen berücksichtigen: Reale Bauteile haben Abweichungen. Was passiert, wenn mehrere Komponenten gleichzeitig an den zulässigen Grenzen liegen?
⚙️ Das Gesamtsystem betrachten: Eine elektrisch passende Komponente kann durch die mechanische Konstruktion ungünstig belastet werden. Und die Fertigung muss die vorgesehene Qualität reproduzierbar umsetzen können.
🧪 Gezielt testen: Funktionale, elektrische, mechanische und umweltbezogene Prüfungen sowie geeignete Belastungs- und Lebensdauertests helfen, Anforderungen zu überprüfen und Schwachstellen aufzudecken.
Daher kann man bei "Design for Reliability" immer die Frage stellen: „Wodurch könnte es später ausfallen?“
Mehr erfahrt ihr in unserem neuen Blogbeitrag! https://medtech-ingenieur.de/medizintechnik-design-for-reliability