20/11/2021
Dein Hund sieht einen anderen Hund und fängt zu Knurren an. Oder: Der Postbote klingelt und dein Hund reagiert mit Knurren. Eins haben beide Situationen gemeinsam: Ein Hund knurrt, weil er gerade eine negative Emotion hat: Angst, Frustration, Schmerz.
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Du kannst jetzt das Knurren mit einem lauten NEIN beenden - damit änderst du aber nicht seine negative Emotion. Merkste was? Dein Hund „unterdrückt“ im schlimmsten Fall sogar seine Frustration und kann in einer anderen Situation umso heftiger auslösen. Wir wollen ja aber einfach „nur“, dass er nicht knurrt.
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Was also tun?
Im Endeffekt müssen wir die Emotion deines Hundes ändern. Der negativ behaftete Auslöser sollte also eine positive Emotion hervorrufen. Das gelingt am Beispiel eines fremden Hundes am besten im großen Abstand: Fremder Hund ist sichtbar und dein Hund sieht ihn -> Belohnung! Wir wollen erreichen: Fremder Hund = Geile Belohnung, kurzes Spiel, verbales Lob = Jippi!
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Knurrt dein Hund, nimmst du das in Zukunft also bewusster wahr und freust dich, dass er seine innere Gefühlslage mit dir teilt. Ich mache es so: Solange mein Hund knurrt, sage ich ruhig „Danke“. Ich unterbreche nicht, außer ich merke, dass die Erregung zunimmt. Gleichzeitig möchte ich ihm das Gefühl geben, dass ich seine Gefühle, Ängste etc. ernst nehme. Dann gibt es viele Möglichkeiten:
1. Wir bleiben stehen und schauen einfach nur, wenn ich die Situation als ungefährlich einschätze
2. Wir gehen aus der Situation/drehen um, wenn es zu heikel wird
3. Ablenkung, Blick zu mir, Belohnung+Spaß
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Noch ein Beispiel: Dein Kind hat Angst vor etwas und weint. Sagst du da „Sei still!“ oder „Ist ok, ich bin ja da.“? 😉