22/07/2025
🔧 Technik, Geschichte, Vision: Die Villa Futurum im Wandel
Was waren die größten technischen Herausforderungen beim Umbau der Villa Futurum?
Moderne Technik wie Heizen und Kühlen in ein Gebäude von 1934 zu integrieren – ohne Fassade oder innere Struktur zu verändern. Zum Einsatz kamen Niedertemperaturtechniken wie eine Sole-Wärmepumpe und hocheffiziente Lüftung, die kollisionsfrei eingebaut werden mussten. Auch die Akustik, statisch relevante Durchbrüche und Überraschungen wie ein nachträglich gebauter, nicht verzeichneter Bunker oder historische Baumaterialien wie Stroh in den Decken stellten uns vor Herausforderungen. Gefragt waren kreative Sonderlösungen und enge Zusammenarbeit.
Wie sind Sie auf die Villa Futurum aufmerksam geworden?
Eigentlich war ein anderes Grundstück geplant – doch nach langen Verzögerungen sagte unser Ansprechpartner bei der Bank: „Schaut mal da vorne, da steht eine Villa zum Verkauf.“ Die Lage und der bauliche Zustand haben uns sofort überzeugt. Danach ging alles recht schnell – inklusive der Entscheidung für einen Anbau im hinteren Bereich.
Welche Besonderheiten gibt es in der Elektronik, Strom, Wärmeversorgung?
Die Energieversorgung basiert auf einem durchdachten, nachhaltigen Gesamtkonzept: Eine Sole-Wärmepumpe übernimmt das Heizen und Kühlen über die Deckenflächen. Gekoppelt mit energieeffizienter Lüftungstechnik, LED-Beleuchtung und intelligenter Gebäudeleittechnik sorgt das System für ein angenehmes Raumklima – bei minimalem Energieaufwand.
Ein besonderer Knackpunkt: Der Hausanschluss lässt sich nicht erweitern. Deshalb musste der gesamte Energieverbrauch extrem niedrig geplant werden. Trotzdem gelingt es, bis zu 65 % des Energiebedarfs autark zu decken.
Das Highlight: Eine Kombination aus Photovoltaik und Wasserstofftechnologie. Der erzeugte Wasserstoff wird in einem Tank gespeichert und bei Bedarf über eine Brennstoffzelle wieder in Strom umgewandelt. Auch wenn die Technik derzeit noch nicht wirtschaftlich ist, bietet sie eine nachhaltige Alternative zur Batteriespeicherung. Der Tank ist bereits bestellt und die Umsetzung startet im November.
Ein gelungenes Sommerfest mit entspannter Atmosphäre, gutem Essen und viel Raum für Gemeinschaft und gute Gespräche.