27/10/2026
𝗘𝗶𝗻 𝗮𝘂𝗳𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗩𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵, 𝗺ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝘀𝘁 𝘇ü𝗴𝗶𝗴 𝘇𝘂 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝘁𝗿𝗮𝗴𝗳ä𝗵𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗘𝗿𝗴𝗲𝗯𝗻𝗶𝘀 𝘇𝘂 𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻
Die NRW-Metallarbeitgeber haben in der 2. Tarifverhandlung für die rund 640.000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie heute in Düsseldorf ein Angebot vorgelegt. Der Präsident von METALL NRW Arndt G. Kirchhoff bezeichnete das Angebot angesichts der längsten und schwersten strukturellen Krise dieses Industriezweigs als „Zeichen der Bereitschaft der zu einer schnellen und konstruktiven Lösungsfindung“.
Es sei zudem ein Versuch, dem so gut wie nicht vorhandenen Verteilungsspielraum gerecht zu werden. Die Forderung der IG Metall von fünf Prozent löse bei den M+E-Unternehmen in nach wie vor großes Unverständnis aus und gehe an den wirtschaftlichen Realitäten völlig vorbei. „Die sehr hohe Gewerkschaftsforderung trifft die Betriebe zu einer Zeit, in der sie eher Kostenentlastungen statt Kostensteigerungen benötigen“, betonte Kirchhoff. Die 2026 sei auch eine entscheidende für die Akzeptanz und damit die Zukunft des Flächentarifvertrages.
Nach Worten Kirchhoffs sei das mit allen Arbeitgeberverbänden der deutschen Metall- und Elektroindustrie bundesweit abgestimmte Angebot der aufrichtige Versuch, in einer extrem schwierigen Tarifrunde Hinweise für ein tragfähiges Ergebnis zu geben. Das Angebot sei ein Signal der Arbeitgeber an die Beschäftigten, sie mit den Folgen steigender Preise nicht allein lassen zu wollen. Zugleich benötigten die Unternehmen nach der erst im April 2026 gewährten Tabellenerhöhung von 3,1 Prozent jedoch zwingend eine tarifpolitische Atempause.