Glaum Energieberatung

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Mal wieder Gedanken zum Sonntag: Oft wird mir gesagt: ja nee, Elektroauto und Photovoltaik lohnen sich bei mir nicht. Ic...
13/07/2025

Mal wieder Gedanken zum Sonntag:
Oft wird mir gesagt: ja nee, Elektroauto und Photovoltaik lohnen sich bei mir nicht. Ich bin ja den ganzen Tag an der Arbeit und kann dann nicht zu Hause laden. Da müsste ich Nachts laden und da scheint die Sonne ja nicht, dann muss ich den Strom ja zahlen.
Grundsätzlich klingt das Argument erstmal plausibel. Aber:
Selbst, wenn man im Jahr 35.000 km fährt, was ja nicht wenig ist, sind das "nur" ca. 95 km am Tag. Die Durchschnittsgeschwindigkeit "over all" also mit Stadt-, Land- und Autobahnverkehr, Baustellen, Staus, etc. Sind ca. 65 km/h! Krass wenig, ich weiß, ist aber (leider) so.
Das bedeutet, nach effektiv gerade mal anderthalb Stunden Fahrtzeit pro Tag sind die 95 Kilometer rum!
Und dabei ist eingerechnet, dass man Samstag und Sonntag genauso viel fährt.
Ok selbst WENN das so wäre, würde das Auto trotzdem 22,5 Stunden Samstag und 22,5 Stunden Sonntag rumstehen! Und das meistens zu Hause!
Gehen wir mal davon aus, man schafft sich eine regelbare Wallbox an (die sind heute erschwinglich und super zu bedienen), dann kann ich mit einer mittelgroßen Photovoltaik (10-15 kWp) selbst an einem so "usseligen" Sommerwochenende wie diesem ganz locker 10, 12 Stunden mit 3-4 kWh mein Auto laden. Macht am Sonntag Abend 60-96 kWh. Selbst die größten PKW-Akkus sind damit von ganz leer bis ganz voll geladen.
Ok, 95 km/Tag machen am Ende 665 km/Woche, ganz so weit reichts dann doch nicht. Also müsste ich vielleicht zwischendurch mal nach der Arbeit ein, zwei Stündchen laden.
Aber zum Glück ist man nicht jeden Tag 12 Stunden weg und zum Glück ist es auch nicht jeden Tag so usselig wie heute, sodass man übers Jahr selbst bei einer so hohen Fahrleistung auf ca. 70-75% Gesamt-Autarkie kommen kann! Das bedeutet, 70% der 35
000 km fährt man mit dem selbst gewonnenen Strom für ca. 7 ct/kWh ("verloren gegangene" Einspeisevergütung).
Bei z. B. 18 kWh/100 km wären das Kosten von ca. 900 Euro für die 35.000 km (70% eigen, 30%Netzbezug) oder ca. 2,60 Euro/100 km! Umgerechnet ca. 1,65 Liter Diesel/100 km!
Das ist schon ziemlich geil, oder?
Angenehme Nebeneffekte:
-Tagsüber, wenn man an der Arbeit ist, speist man den Strom ein und stellt ihn der Industrie und dem Handwerk zur Verfügung, am WE nutzt man ihn selbst, wenn Industrie und Handwerk nicht ganz so viel benötigen.
- Im Sommer hat man immernoch genügend Stromüberschuss, um damit z. B. Eine "Luft-Luft-Wärmepumpe" zu betreiben, um den heißen Sommertagen und -nächten entgegen zu wirken und den selbst erzeugten Strom sinnvoll zu nutzen. Also eine Klimaanlage, die auch heizen kann.
Die kann man sogar mit 30-35% fördern lassen!
Wie das geht, erzähle ich im nächsten Beitrag :)

11/05/2025

Wiedermal Gedanken zum Sonntag. Heute: Wärmepumpen!
Die Klassiker sind:
- Ich habe einen Altbau, da geht eine Wärmepumpe nicht
- Ich habe Heizkörper, da geht eine Wärmepumpe nicht
Wahlweise auch umgedreht:
- Eine Wärmepumpe geht nur mit Fußbodenheizung.

Erstmal ein paar Zahlen vorweg: Sind wir in Deutschland "der Geisterfahrer der Welt", weil wir als einzige auf Wärmepumpen und erneuerbare setzen?

Schauen wir uns mal Europa an:
In Deutschland gibt es aktuell 47 Wärmepumpen pro 1.000 Haushalten. Damit ist Deutschland drittletzter in der EU. Nur in der Slowakei und in Ungarn gibt es weniger Wärmepumpen.
Spitzenreiter sind natürlich die Länder, in denen es immer schön warm ist: Norwegen (635/1000), Finnland (512/1000) und Schweden (437/1000)!
Also nochmal zum Mitschreiben: das sind
1. Nicht nur ein paar Wärmepümpchen mehr, das sind mehr als zehnmal so viele!
2. Das mit den warmen Ländern stimmt vielleicht in 40 Jahren, wenn der Klimawandel so voran schreitet.

Allein diese Zahlen verdeutlichen schon, dass die oben genannten Einwände gegen die Wärmepumpe nicht stimmen. Vielleicht ist auch nur die Frage falsch gestellt.

Schafft es eine Wärmepumpe, meinen Altbau mit Heizkörpern warm zu bekommen? Definitiv.
Schafft es eine Wärmepumpe, meinen Altbau mit Heizkörpern wirtschaftlich warm zu bekommen? Ein klares: es kommt drauf an.

Das ist der Unterschied: z. B. den Norwegern läuft der regenerativ erzeugte Strom aus den Ohren. Die sind super reich an Öl und Gas und was machen sie damit? Verkaufen! Die sind doch nicht so blöd und nutzen die Brühe selbst, wo sie billigsten Strom selbst gewinnen!
Dadurch ist die Wärmepumpe dort eigentlich IMMER wirtschaftlich, weil der Strom nicht mehr kostet als Gas und Öl.

Das ist bei uns das Problem: Der Strom wird zwar günstiger, ist aber immernoch deutlich teurer als Öl und Gas pro kWh (Kilowattstunde).

Also muss die Wärmepumpe deutlich effizienter sein als die alte Gas- oder Ölheizung, um auch wirtschaftlich zu sein. Kostet der Strom z. B. 2,5mal so viel wie die kWh Gas, muss die Wärmepumpe mindestens 2,5mal so effizient sein wie die alte Gasheizung!

Und jetzt die gute Nachricht: das kann die schaffen! Sogar im Altbau, mit Heizkörpern. Ob sie es wirklich schafft, kann man errechnen.

Dazu kommt, dass es mittlerweile super-Kombinationen gibt, um die Effizienz (Jahresarbeitszahl - JAZ). Einer Wärmepumpe zu erhöhen. Eine 4-6-fache Effizienz zu einer Gasheizung ist damit auch im Altbau möglich!

- Hat man ein großes Dach und will sowieso eine PV-Anlage, kann man sie mit PVT-Modulen kombinieren. Das hat viele Vorteile
- Hat man ein ungünstiges Dach aber einen großen Garten, kann man oberflächennahe Erdwärme nutzen. Da gibt es auch Systeme, bei denen Sträucher und Büsche kein Problem sind (Körbe, Erdwärmeabsorber)
- In einem Mehrfamilienhaus können Kombinationen davon über contracting umgesetzt werden

Generell sind bei den neueren Wärmepumpen Vorlauftemperaturen.von 55°C kein Problem, einige schaffen auch 70°C Vorlauf wirtschaftlich. Mit beidem kann man auch über Heizkörper heizen.

Und zusätzlich gibt es noch andere Möglichkeiten der Flächenheizung außer Fußbodenheizung. Denn wer will schon sein Echtholzparkett oder seinen Marmorfußboden für eine neue Heizung rausreißen? ;)

Übrigens: Alles das wird immernoch gefördert. Die Förderungen sind so hoch, dass sich der Einbau einer neuen Gasheizung praktisch nicht mehr lohnt.

Wenn ihr jetzt Neugierig seid und/oder eure Heizung 20 Jahre oder älter ist rate ich euch: sprecht mit einem Energieberater, der Ahnung von Anlagentechnik hat. Wenn es ein Guter ist, ist seine Erstberatung kostenlos und danach habt ihr mehr Infos, ob und wir ihr einen Heizungstausch angehen könntet und ob ihr den Energieberater engagieren wollt.

Einen schönen Restsonntag allen :)

27/04/2025

Mal wieder Gedanken zum Sonntag: ich werde oft gefragt: Lohnt sich eine Fassadendämmung überhaupt? Macht das Sinn? Mein Haus muss doch atmen, das mache ich mir doch zu dicht damit!
Zuerst die gute Nachricht: man macht sich sein Haus nicht großartig dichter durch eine Fassadendämmung, Wände "atmen" nicht. Sie nehmen innen ein bisschen was von der Ludtfeuchtigkeit auf und wenn die Luft trockener ist, geben sie diese auch wieder nach innen ab es sei denn, man hat Fachwerkswände, da kann die Feuchtigkeit auch schonmal durch die Wand hindurch wandern. Aber kein "Atem", also keine Luft. Zum Glück, denn der Innenputz ist die luftdichte Schicht.
Aber:
In der Regel hat man in einem älteren Gebäude so viel unkontrollierte Belüftung (und damit umkontrollierten Energieverlust), z. B. über das Dach, die nicht luftdicht eingebauten Fenster, die eingebauten Rollladenkästen, etc. Das wird oft mit dem "atmen" verwechselt und da kann etwas mehr Aufmerksamkeit nötig sein, wenn man seine Haus komplett saniert.
Und lohnt es sich denn, ein Haus zu dämmen?
Klare Antwort: es kommt drauf an... ;)
Ist die Fassade hinüber, der Putz bröckelt und ist rissig, die Farbe war vor 50 Jahren mal neu... JA, machen!
Denn dann muss sowieso ein Gerüst gestellt werden. Es muss sowieso gestrichen und vielleicht sogar verputzt werden. Dann sollte man auf jeden Fall auch gleich dämmen (was auch gesetzlich vorgeschrieben ist, wenn mehr als 10% der Putzfläche erneuert werden müssen). Denn dann sind die "Sowieso-Kosten" also die Kosten, die man sowieso an der Backe hat recht hoch, dann macht die zusätzliche Dämmung nicht mehr so viel aus, also bitte direkt mit machen!
Am Besten mit einem Fachbetrieb, gemeinsam mit dem Energieberater, damit die kniffeligen Ecken, die es an jedem Haus gibt auch so ausgeführt werden, dass sie nachher vernünftig funktionieren. Und damit es 15-20% Förderung dafür gibt! Es sind eure Steuergelder. Nehmt gerne etwas davon zurück :)
Und wenn die Fassade schon gedämmt ist, noch gut aussieht oder vor ein paar Jahren erst gestrichen wurde?
Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus: Schwierig. Man wird es nicht innerhalb eines Lebenszyklusses des neuen Anstrichs amortisieren. Der Energieverlust über die Wände (ohne Fenster) ist der größte Batzen, aber ist es halt auch der aufwändigste Batzen, also auch kostenintensiv.
Die eigenen, "weichen" Faktoren muss man aber dabei noch mit zu Rate ziehen. Hab ich das Geld gerade?
Ist mit die Energieeinsparung wichtiger als die Kosten für die Dämmung?
Vermiete ich und will ich den Wert des Hauses steigern/erhalten?
Da gibt es viele Fragen, die das Pendel in die eine oder die andere Richtung ausschlagen lassen können.
Mein Tipp: Holt euch einen Energieberater. Muss ja nicht zwingend ich sein ;)
Meine Erstberatung ist kostenlos.
Genau solche Fragen kann man da klären. Genauso wie die Fragen:
- Wie hoch ist die Förderung?
- Wie bekomme ich die?
- Wer kümmert sich darum?
- Wer rechnet mir das alles?
- Wie wird es mir der Förderung in Zukunft weiter gehen?
Danach seid ihr ein Stückchen besser informiert und könnt euch überlegen, ob der Energieberater eine weitere Beauftragung wert ist :)
Schönen Sonntag euch🌞✌️

Montag früh,  8.24 Uhr. Draußen ist es neblig, dass ich kaum das Ende unseres Grundstücks sehe und so fürchterlich hoch ...
21/04/2025

Montag früh, 8.24 Uhr. Draußen ist es neblig, dass ich kaum das Ende unseres Grundstücks sehe und so fürchterlich hoch steht die Sonne noch nicht. Trotzdem produziert meine PV gerade bummelige 1.332 Watt. Wie kann das sein? Das Zauberwort heißt: Streulicht!
Ich sitze am Rechner mit drei Bildschirmen ansonsten läuft im Haus nicht viel. Kühlschränke, Pumpen von der Heizung, ein bisschen standby. Insgesamt 467 Watt Verbrauch.
Also können gerade 800 Watt in den Speicher geladen werden, der über den Abend und die Nacht ein bisschen leerer gezogen wurde. Wir haben gestern Abend noch gekocht und gebacken gleichzeitig, es war schlechtes Wetter und schon halb dunkel, da sind wir nur noch mit 54% in die Nacht gegangen. Netzbezug hatten wir schon länger keinen mehr.
Was will ich damit sagen?
Es scheint keine Sonne heute, im Gegenteil. Und trotzdem reicht der Ertrag unserer PV locker, um den Hausstrom zu decken. Und nochmal fast das doppelte "Einzumachen für schlechte Zeiten" ;)
Oder wenn der Speicher voll ist, anderen zur Verfügung zu stellen. Trotz E-Auto und eigenem Stromverbrauch.
Mit Photovoltaik und Elektroauto belasten wir das Netz weniger als ohne beides. Klar, daran hat nur die PV ihren Anteil.
Insgesamt bin ich in der letzten Woche ca 400 km gefahren. Etwas weniger als normal, war ja ein Feiertag dabei.
400 km bedeuten ca. 70 kWh Stromverbrauch fürs E-Auto. Die kamen komplett vom eigenen Dach. Was aber wichtiger ist: 400 km mit einem Diesel wären ca. 28 Liter Verbrauch. Im Liter Diesel stecken ca. 10 kWh Energie. Da hätte ich also 280 kWh Energie verbraucht, anstatt 70 kWh! Für die gleiche Strecke!
Ob mit oder ohne PV: Elektroautos sind viel effizienter d. h. Die Gesamtmenge an Energie, die bereit gestellt werden muss ist viel geringer! Und das ist der allererste, wichtige Punkt, wenn es um die Frage nach Elektromobilität bzw. Wärmeerzeugung geht. Denn irgendwo muss die Energie herkommen und je weniger bereit gestellt werden muss, desto besser ist es.
Der zweite, wichtige Punkt ist: Gas, Öl, Benzin und Diesel (ok ist quasi Heizöl, i know ;)) werden verbrannt. Die sind dann weg unwiederbringlich. Ok, die Sonnenstrahlen und die Winböen sind dann auch weg aber die bekommen wir wenigstens kostenlos nachgeliefert und müssen dafür nicht im Osten und nahen Osten betteln... ;) Und mittlerweile auch beim Orangenmann im Westen...🙄
Also: wenn ihr die Möglichkeit habt, macht euch eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach. Das geht Ost-West genauso gut wie Süd.
Und ob und wann ihr dann auf ein E-Auto umsteigt, schaut, wann es bei euch passt. Die Fristen dafür sind sehr lange sodass jeder umsteigen kann, wenn er sowieso ein neues Auto braucht.
Und wenn ihr Infos dazu haben wollt, was ist gut, was ist schlecht, worauf sollte ich achten, was ist unwichtig, fragt mich gerne. Ich fahre seit 4 Jahren vollelektrisch und bin vorher ca 1 Mio km Diesel gefahren ich denke, ich kann mitreden :)
Und wer mich persönlich kennt darf auch gerne vorbei kommen und mein E-Auto Probe fahren.

Nur macht eins nicht: lasst euch nicht von populistischen Argumenten verfangen, die keine sind. Das bringt am allerwenigsten euch und eurem Geldbeutel was.
Schöne Rest-Ostern euch :)

P.S.: 12 kWp PV, Ost-West-Montage, 10 kWh Speicher. E-Auto: VW. Modell könnt ihr euch dann ja anschauen ;)

13/04/2025

Gedanken zum Sonntag:

Oft werde ich gefragt: Wo soll denn der ganze Strom für die Elektroautos herkommen...?
Da es dazu erstmal nicht DIE EINE Antwort gibt, möchte ich mal eine beispielhaft zeigen, nämlich meine:

Ich selbst fahre einen ID.5, ca 290 PS, Akkukapazität brutto: 82 kWh, netto nutzbar 77 kWh. Reichweite: zwischen 450 und 620 km. Je nachdem ob Winter oder Sommer. Insgesamt fahre ich ca. 35.000 km/Jahr.

Zu Hause habe ich eine PV-Anlage, ca. 12 kWh in Ost-West-Ausrichtung mit Speicher, 10 kWh, dazu eine überschussladefähige Wallbox, die zwischen 1.6 und 11 kWh laden kann.

Soweit die Randbedingungen. Ich fahre also ca. 100 km am Tag. Meistens halt zwischen 8.
00 Uhr und 17.30 Uhr, je nachdem. Mal halt 300 km am Tag, mal nur... 30.

Jetzt schauen wir uns mal den April bis jetzt an: meine PV hat vis heute 630 kWh produziert. 405,4 kWh habe ich davon selbst verbraucht, 232,7 kWh davon für mein Auto. Damit bin ich ca. 1.330 km gefahren. Ca. 227 kWh habe ich eingespeist.

Und jetzt kommt der Clou: wann habe ich eingespeist? Natürlich, wenn ich unterwegs war. Unter der Woche, Montag bis Freitag, zwischen 6.00 Uhr (ja, Freitags geht's früh los ;-) ) und grob ca. 18 19 Uhr. Also in der Zeit, in welcher unsere Wirtschaft, Industrie, Büros, Handwerk den Strom gebraucht haben. Und wann hab ich geladen? Meistens am Wochenende, wenn die Wirtschaft wenig braucht. Manchmal auch unter der Woche, aber wenig.
Wieviel habe ich aus dem Netz bezogen? Meine Autarkie lag bei 99,3%. Also habe ich quasi NICHTS aus dem Netz bezogen! (Genau: 2,84 kWh für Akkumanagement).

Das heißt, ich habe das Netz überhaupt nicht belastet. Im Gegenteil: wir haben zu den wichtigen Zeiten sogar Deutschland Strom zur Verfügung gestellt und zu unwichtigen Zeiten, am Wochenende, das meiste selbst verbraucht.

Damit will ich sagen, dass ein vernünftiges Energiemanagement auf dem Land dazu führen kann, dass der Netzbezug mit E-Autos gar nicht höher ist als ohne, denn hier gibt es mittlerweile schon sehr viele PV-Anlagen, was super ist!

Und in der Stadt? Da ist das natürlich schwieriger. Mehrfamilienhäuser bieten weniger Dachfäche pro Wohnung. Und dann gibt es nicht genügend Parkplätze am Haus, um die Autos zu laden.

Aber in der Stadt gibt es einen ÖPNV, den es hier auf dem Land kaum gibt, also ist das Auto weniger wichtig als auf dem Land. Und es gibt mittlerweile gangbare Mieterstrommodelle. Und Contracting-Lösungen.

Was es leider noch nicht gibt, ist bidirektionales laden. Also dass der Akku meines E-Autos als Haus-Akku dienen kann. Groß genug wäre er ja. Mein Auto kann das übrigens. Der vorherige hätte das auch schon gekonnt! Aber da will ich nicht jammern, sonst müsste ich politisch werden. Auch so gibt es gute Lösungen

Also wäre es doch ein Anfang, dort, wo der ÖPNV schon gut ist, diesen besser und pünktlicher zu machen und dort, wo er k***e ist, z. B. im schönen Pohl-Göns, die individuelle Mobilität so umzugestalten dass es funktioniert, wie ich es oben beschrieben habe.

Funktioniert das im November und Januar? So halb. Funktioniert das von März bis Oktober? Bombe! Haben wir im November und Januar Wind? Meistens schon! Haben wir das europäische Stromnetz? Haben wir. Läuft also.

Und dass bei meinen letzten 1.330 Kilometern mit 290 PS in 12 Tagen sicherlich gut 90 Liter Diesel einfach NICHT verbrannt wurden und ich damit wahrscheinlich ca. 135 Euro gespart habe (in 12 Tagen), ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Und bevor jetzt die Elektroauto-Fachleute kommen mit:
Aber die Herstellung der Akkus Ist böse und:
Was soll mit den Akkus passieren, wenn sie mal kaputt sind, die sind doch Sondermüll,

Hier ein paar Antworten:

Die seltenen Erden der Akkus sind gar nicht so selten, wie sie heißen. Der Name kommt aus dem frühen 19. Jahrhundert, da waren sie noch selten. Hauptlieferant für die wichtigsten Rohstoffe hier ist übrigens: Australien. Sicherlich nicht bekannt für menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse.
Und so ein 600kg-Alu-Motorblock eines Verbrenners hüpft auch nicht freiwillig aus der Erde. Und dann muss man da Woche für Woche Benzin nachschütten. Und das wird dann verbrannt. Das ist weg. Da brauchen wir über recycling nichtmal nachzudenken. 90 Liter in den letzten 12 Tagen. Ihr erinnert euch? Also ein Akku-Gewicht einfach verbrannt in... weniger als einem halben Jahr. Weg. Verbrannt. Krass, oder...?

Mein letztes E-Auto ging nach 3 Jahren leasing zurück mit 110.000 km. Akkukapazität: 97%. Der wird also LOCKER nochmal 100.000-200.000 km machen. Und dann? Hat der Akku vielleicht noch 80%. Dann kann er nochmal 15, 20 Jahre als Pufferspeicher für z b. Windkraftanlagen dienen. Und dann?
Die Akkus können schon heute zu 97 Gewichts-% recycelt werden. Es werden also wieder neue Akkus daraus.

Wir müssen also JETZT EINMAL ein bisschen reinhauen, um es später nur noch ganz wenig zu müssen.

Und was wäre denn das Schlimmste was passieren könnte wenn sich in 10 Jahren raustellen würde: nee wir haben uns damals verrechnet, so schlimm war das doch nicht mit dem Verbrennen von Erdöl?

- Wir wären unabhängig von grunddemokratischen Lieferanten aus dem Osten, mittleren Osten (und mittlerweile auch aus dem Westen...)
- Wir müssten nichtmehr annähernd 100% Öl, Gas und Uran importieren und superteuer bezahlen, sondern vielleicht nur noch 10% Strom und das auch nur, wenn es wo anders in Europa gerade günstiger wäre als bei uns
- Neue Endlager müssten wir keine finden, vor einem super-GAU keine Bedenken haben.
- Wir hätten sauberere Luft

Wäre ganz schön scheiße, oder?

Schönen Sonntag allen ;)

Tage wie diese sind super für eine Photovoltaik-Anlage.Ich werde oft gefragt: Lohnt sich eine PV-Anlage bzw. WANN lohnt ...
08/03/2025

Tage wie diese sind super für eine Photovoltaik-Anlage.
Ich werde oft gefragt: Lohnt sich eine PV-Anlage bzw. WANN lohnt sie sich?
Antwort: je mehr Eigenverbrauch, desto besser.
Die Kilowattstunde (kWh) als Einspeisung bringt 6-8 ct, im Einkauf kostet sie die meisten 25-40 ct, es ist also besser, eine eingen-verbrauchte kWh zu ersetzen, als eine einzuspeisen. Was hilft?
1. Wärmepumpe. Gas oder Öl wird ersetzt durch Strom, den man teilweise selbst gewinnen kann.
Nachteil: Den höchsten Stromverbrauch hat die Wärmepumpe genau DANN, wenn die Photovoltaik am wenigsten liefert, im Winter. An schlechten Tagen liefert die PV ca 10% von dem, was sie an guten Tagen liefert. Trotzdem kann eine PV die Stromkosten der Wärmepumpe um 25-40% reduzieren!
2. Elektroauto! Vorteil: der Stromverbrauch ist übers Jahr gesehen annähernd gleich, also auch im Sommer.
Ein Beispiel vom Tag heute:
Eine handelsübliche Dach-PV (kein Balkonkraftwerk) liefert heute.z. b. 6 kWh/h. Der Verbrauch des Gebäudes ist Im Schnitt bei 1 kWh/h. Wenn Trockner und Spülmaschine laufen mehr, wenn sonst nix läuft, deutlich weniger. Also 1 kWh/h im Schnitt.
Mit einem vernünftigen Management kann man es so einstellen, dass erst der Hausverbrauch gedeckt wird, dann z. B. 1kWh/h in den Akku geladen wird und die restlichen 4 kWh/h ins Auto geladen werden.
Das sind dann an einem Tag wie heute 40 kWh, die für ca. 240 kM reichen. Wenn man das "in Diesel" dagegen rechnet, 7Liter/100 km im Schnitt, aktuell 1.65 Euro/Liter, hat man also an diesem einen Tag ca. 27,50 Euro gespart! Dagegen stehen die 40 kWh, die man sonst eingespeist hätte für 8 ct/kWh, also 3,20 Euro, die man eingespeist hätte. Macht einen Gewinn von ca. 24 Euro an einem Tag.
Das ist also ein großer Hebel, um die Amortisationsszeit einer PV-Anlage stark zu verringern.
Wenn ihr Anmerkungen, Ideen oder Fragen habt, meldet euch gerne.

P.S.: Das sollte keine E-Auto-Werbung sein, obwohl ich stark dafür bin. Aber auch der Stromverbrauch komplett über den Stromanbieter kostet im Schnitt ca. 6 Euro/100km, als Diesel im Schnitt ca. 11,50 Euro/100km.

15/12/2024

In der Ukraine sind immer mehr Wohnungen kalt, immer mehr Haushalte und Firmen haben keinen Strom mehr, weil Russland gezielt die ukrainische Strom- und Wärmeversorgung angreift. Das ist nicht nur ein Problem für die Bewohner, sondern immer mehr für die Wirtschaft, da es zu Produktionsunterbrechungen kommt und mit Aggregaten erzeugter Strom fünfmal so teuer ist wie normaler Strom.
Deshalb baut man in der Ukraine gerade verstärkt die Anlagen für erneuerbare Energien, also PV-Anlagen und WKAs aus. Warum? Weil eine dezentrale Energieversorgung im Krieg kaum lahmgelegt werden kann.
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist also nicht nur Klimaschutz, sondern auch Landesverteidigung.

07/10/2024
Als Anstoß auf die Aussage: E-Autos sind scheiße, Wasserstoff ist der geile Scheiß! Oder E-Fuels.Sicherlich werden die T...
18/07/2024

Als Anstoß auf die Aussage: E-Autos sind scheiße, Wasserstoff ist der geile Scheiß! Oder E-Fuels.
Sicherlich werden die Technologien noch weiter entwickelt. Die E-Autos aber auch.

07/07/2024

Eine Sonntagsfrage: wenn wir alle elektrisch fahren, wo soll dann der ganze Strom herkommen?

Meine Antwort aus eigener Erfahrung: 27 Jahre Verbrenner gefahren, zuletzt Passat Diesel, DSG, 170 PS, ca. 6,5 Liter Verbrauch. Tolles Auto, ca. 30.000 KM/Jahr gefahren. Jetzt ID.4, vollelektrisch, 200 PS, 77 KWh Akku netto, ca. 20.000 KM/Jahr weil andere Arbeit, ich will nix anderes mehr.
Jetzt zu den Fakten: 20.000 KM/Jahr bei ca. 18 KWh/100 KM Verbrauch, macht 3.600 KWh/Jahr fürs Auto. Ungefähr genauso viel verbrauchen wir in unserem Haushalt/Jahr, minimal weniger (3.200-3.500 KWh/Jahr in den letzten 5 Jahren).
Jetzt haben wir PV auf dem Dach, womit wir von unserem Hausstrom gut 85% abdecken und dazu noch ca. 7.000 KWh/Jahr ins Netz einspeisen. Im Winter reichts halt manchmal nichtmal für den Hausstrom, deshalb "nur" 85% Autarkie. Unser Netzbezug ist also von ca. 3.500 KWh/Jahr auf nichtmal 400 KWh/Jahr gesunken.
Mein E-Auto lade ich auch zu Hause. Das geht dank Überschussladen recht gut, von Anfang April bis Ende Oktober lade ich das Auto KOMPLETT über die PV-Anlage, ohne Netzbezug! November bis März muss ich aus dem Netz zuladen aber längst nicht alles, was ich verbrauche. Also von den ca. 7.000 KWh/Jahr für Haus und Auto können wir ca. 5.000 KWh selbst erzeugen und speisen noch ca. 5.000 KWh ins Netz ein. Ca. 2.000 KWh/Jahr müssen wir aus dem Netz beziehen, am Ende als MIT Auto und PV ca. 1.500 KWh/Jahr Netzbezug WENIGER als ohne Auto und PV plus 5.000 KWh Einspeisung, also "zur Verfügung stellen von Energie".Über die Kostenersparnis und die Amortisationszeit der PV mit E-Auto schreibe ich vielleicht ein anderes Mal.
Und jetzt die spannende Frage: Wie sieht die Rechnung ohne eigene PV-Anlage aus?
Nun, zur Herstellung von Benzin und Diesel und AdBlue und Schmierstoffen und Verschleißteilen und Raffinerien und Beleuchtung von Tankstellen und Transport und und und wird eine Menge Strom verbraucht. Leider habe ich keine verlässliche Angabe darüber gefunden, wieviel Strom da pro Liter Diesel verbraucht wird, wenn man alles zusammen rechnet und die Akku-Produktion des E-Autos davon abzieht, die Zahlen schwanken irgendwo zwischen 4 und 14 KWh/100 km. Kompensation für die Umweltschäden verursacht durch die Ölförderung (ja, die verursacht größere Schäden als die Förderung der seltenen Erden für die Akkus) und den CO2-Ausstoß noch nicht mit eingerechnet.
Wenn man überlegt, dass ein modernes E-Auto mit 200 PS oder mehr mit 15-18 KWh/100 KM auskommt merkt man, dass wir SO viel mehr Strom gar nicht brauchen.
Und dann noch die Frage: Wie soll das gehen, wenn alle Abends um 18 Uhr laden, wenn sie nach Hause kommen? Antwort: Warum sollten sie? Müsst ihr JEDEN Tag tanken? Nee, oder? Und laden kann ich zu Hause. Das kann ich also bequem Sonntags machen, während ich im Garten liege. Oder sonst wann, wenn das Auto zu Hause steht.
Energiewende bedeutet nicht, die Standards einer anderen Technologie auf eine neue Technologie zu übertragen es bedeutet, die Vorteile der neuen Technologie bestmöglich zu nutzen. Ach übrigens: Falls jemand gerade zu einer Reichweiten-Antwort ansetzt: mein neuer ID.5 soll im August kommen. Reichweite: 650 KM. :-)
Ich kann nur jedem empfehlen der ein neues Auto braucht, auf ein E-Auto umzusteigen. Es hat nur Vorteile. Und selbst mit meinem "alten" Modell gerade hätte ich ca. an 5 von 365 Tagen im Jahr gerne mehr Reichweite. An den anderen 360 Tagen komme ich nicht nur super damit zurecht, ich habe auch noch die ganzen Vorteile, dass ich an keine Tankstelle fahren muss, dass ich laden kann, während mein Auto eh irgendwo parkt und dass ich selbst erzeugte Energie nutzen kann.

16/06/2024

Hey FIFA. Ich hab grad mal nachgeschaut. Was lehrt uns die aktuelle EM?

Unter euren TOP50-Nationen im Männerfußball sind 15, eher 20 Länder, da gibt's schon richtig viele, gute Stadien! Also schon fix und fertig da und die werden sogar JETZT schon genutzt! Da kommt morgens einer, schließt auf und dann kann man da ne WM abhalten. Verrückt, ich weiß...!

Und was noch krasser ist: die sind auf 4 verschiedenen Kontinenten! Also WM alle 4 Jahre, 15 Länder... die nächsten 60 Jahre wären safe. So lange hätten Legoland und Lummerland dann Zeit, ne eigene Fußballkultur wachsen zu lassen und die WM in 64 Jahren auszurichten...

Sorry, FIFA, da ging meine Phantasie wieder mit mir durch...

Jetzt ist die richtige Zeit für Thermographieaufnahmen!Wenn es draußen kalt ist und die Wohnungen geheizt werden, kann m...
14/01/2024

Jetzt ist die richtige Zeit für Thermographieaufnahmen!
Wenn es draußen kalt ist und die Wohnungen geheizt werden, kann man Schwachstellen in der Gebäudehülle gut lokalisieren!
Eine.gute Möglichkeit, Sanierungsplanungen zu unterstützen und die Vorhaben abzusichern.
Bei Interesse sprecht mich gerne an :)

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35510

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Dienstag 07:00 - 17:00
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