31/01/2018
Lexus Design Award 2018 geht ins Finale
Zwölf Beiträge zum Thema „CO-“ auf der Milan Design Week
• Hochkarätige Jury sichtete 1.300 Entwürfe aus 68 Ländern
• Vier Projekte werden mit Unterstützung prominenter Mentoren realisiert
• Gewinner des Lexus Design Awards 2018 wird in Mailand bekanntgegeben
Die zwölf Finalisten des Lexus Design Awards 2018 stehen fest. Junge Designer aus 68 Ländern haben 1.300 Entwürfe zum Thema „CO-“ eingereicht. Abgeleitet von der lateinischen Vorsilbe für „mit oder zusammen in Harmonie“, geht es um die Frage, wie Design durch eine harmonische Integration von Natur und Gesellschaft Lösungen für eine Reihe globaler Herausforderungen finden kann.
Für die sechste Auflage des Designwettbewerbs wurden mehr Beiträge als je zuvor eingereicht. Nach eingehenden Beratungen durch die renommierte Jury, in diesem Jahr weiter verstärkt durch die weltberühmten Architekten David Adjaye und Shigeru Ban, wurden jetzt die zwölf Finalisten bekanntgegeben. „Es war außerordentlich spannend zu sehen, wie die nächste Generation von Designern Konzepte und Philosophien in innovative Lösungen für die grundlegenden Themen von heute übersetzt“, so David Adjaye. Folgende vier der zwölf Finalisten werden unter Anleitung und Betreuung etablierter Mentoren ihre Entwürfe in Prototypen umsetzen:
● CO-RKs von DIGITALAB (Brimet Fernandes da Silva/Portugal, Ana Trindade), Fonseca/Portugal), betreut durch Lindsey Adelman.
Ein System, das Korkfäden verbindet. Aus einem nachhaltigen Material und einem Rechenprozess entstehen Designprodukte.
● Honest Egg von aesthetid (Paul Yong Rit Fui/Malaysia, Jaihar Jailani Bin Ismail/Malaysia), betreut durch Jessica Walsh.
Die Genießbarkeit eines Eis wird durch die Verbindung von Technologie (Intelligent Ink Pigment) und Design (Indicator) dargestellt.
● Recycled Fiber Planter von Eriko Yokoi/Japan, betreut durch Sou Fujimoto.
Durch die Verschmelzung von Textilien und grünem/nachhaltigem Design kann gebrauchte Kleidung wiederverwertet werden.
● Testing Hypotheticals von Extrapolation Factory (Christopher Woebken/Deutschland, Elliott P. Montgomery/USA), betreut durch Formafantasma.
Eine gemeinsam erdachte Testeinrichtung, die spekulative Beziehungen zwischen Gesellschaft, Technologie und Umwelt untersucht.
Alle vier Prototypen sowie detaillierte Präsentationsflächen der übrigen acht Finalisten werden im Rahmen des diesjährigen Lexus Design Events auf der Milan Design Week (17. bis 22. April) gezeigt. Vor Ort präsentieren alle zwölf Finalisten der Jury sowie internationalen Pressevertretern ihre Arbeiten. Im Anschluss wird der Gewinner des Lexus Design Awards 2018 ermittelt.
Die Erfolge vormaliger Finalisten und Gewinner können sich sehen lassen: „Iris“ von Sebastian Scherer (Lexus Design Award 2014) gewann den German Design Award 2016, „Sense-Wear“ von Caravan (Lexus Design Award 2015) siegte beim Wearable Technologies Contest der Venice Design Week 2016.
Weitere Details zum Lexus Auftritt auf der Milan Design Week 2018 werden Mitte Februar auf der Lexus Design Event Website bekanntgegeben. Auf der weltweit größten Designausstellung, auch bekannt als Salone Del Mobile, präsentieren sich namhafte Marken und Designer aus zahlreichen Bereichen, darunter Möbel, Mode und Textilien.
Weitere Informationen und hochauflösende Fotos unter:
www.lexusdesignaward.com und ;
Die Juroren im Detail
Sir David Adjaye / Architekt
Sir David Adjaye, Träger des britischen Verdienstordens, ist Chef und Gründer von Adjaye Associates. Der Sohn ghanaischer Eltern wurde in Tansania geboren. Seine weitreichenden Einflüsse, sein genialer Materialeinsatz und seine skulpturalen Fähigkeiten machen ihn zu einem Architekten mit der Sensibilität und Vision eines Künstlers. Sein bisher größtes Projekt, das 540 Millionen Dollar teure Smithsonian Institute National Museum für afroamerikanische Geschichte und Kultur, wurde im Herbst 2016 in der National Mall in Washington D.C. eröffnet und von der New York Times zum Kulturereignis des Jahres gekürt. Im Jahr 2017 wurde er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen, das Time Magazine würdigte ihn als einen der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres.
Shigeru Ban / Architekt
Shigeru Ban wurde 1957 in Tokio geboren. Nach seinem Abschluss an der Cooper Union in New York arbeitete er ab 1982 bei Arata Isozaki & Associates und gründete 1985 Shigeru Ban Architects. 1995 wurde Ban Berater des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Im selben Jahr gründete er die Nichtregierungsorganisation Voluntary Architects' Network (VAN) zum Transport von Hilfsgütern in Katastrophengebiete. Einige Beispiele seiner Arbeit sind das Nicolas G. Hayek Center in Tokio, das Centre Pompidou in Metz und das Oita Prefecture Art Museum. Ban erhielt zahlreiche Auszeichnungen, die Grande Médaille d’or de l’Académie d’architecture (2004), den Arnold W. Brunner Memorial Prize in Architecture (2005), den Grand Prize of AIJ (2009), den Ehrendoktor der Technischen Universität München (2009), den französischen L’Ordre des Arts et des Lettres (Offiziersgrad, 2010), den Auguste Perret Prize (2011), den Kunstpreis der japanischen Agentur für kulturelle Angelegenheiten (2012), den L’Ordre des Arts et des Lettres (Kommandeursgrad, 2014), im selben Jahr gewann Ban den Pritzker Architecture Prize und 2016 den JIA Gran Prix. Von 2001-2008 bekleidete er eine Professur an der Keio University, an der Harvard University GSD und an der Cornell University hatte er 2010 eine Gastprofessur inne. Seit 2011 ist Ban Professor an der Kyoto University of Art and Design, seit 2015 ist er zudem Gastprofessor an der Keio University.
Paola Antonelli / Chefkuratorin des Museum of Moden Art (NYC)
Paola Antonelli ist Chefkuratorin Architektur und Design am Museum of Modern Art und fungiert dort auch als Direktorin für Forschung und Entwicklung. Ihr Ziel ist es, das Verständnis für Design so lange zu fördern, bis sein positiver Einfluss auf die Welt überall anerkannt wird. Ihre Arbeit untersucht die Einflüsse auf unseren Alltag, bezieht häufig übersehene Objekte und Praktiken mit ein und kombiniert Design, Architektur, Kunst, Wissenschaft und Technik. Sie hat rund um die Welt zahlreiche Ausstellungen kuratiert und Bücher geschrieben und lektoriert. Unterrichtet hat sie an der University of California, Los Angeles; der Harvard Graduate School of Design und am MFA Programm der School of Visual Arts in New York. Derzeit arbeitet Antonelli an einer Ausstellung zu den 111 Kleidungsstücken, die die Welt verändert haben, an Design Bites, einem Buch über Speisen aus aller Welt als Beispiele für Design und einem weiteren Buch, das ihre Essays aus verschiedenen Bereichen des zeitgenössischen Designs zusammenfasst.
Birgit Lohmann / Chefredakteurin designboom
Birgit Lohmann stammt aus Hamburg und studierte Industriedesign in Florenz, bevor sie 1987 nach Mailand übersiedelte, wo sie viele Jahre gelebt und gearbeitet hat. Als Designerin und Leiterin der Produktentwicklung war sie zudem für verschiedene italienische Architekten und Meisterdesigner tätig. Als Design-Historikerin hat sie ihre Expertise Justizbehörden und internationalen Auktionshäusern zur Verfügung gestellt. Es folgten zahlreiche Seminare zum Thema Industriedesign an renommierten Universitäten weltweit. 1999 zählte sie zu den Mitbegründern der Zeitschrift designboom, deren Chefredakteurin sie heute ist, und arbeitet darüber hinaus als Ausbildungsleiterin und Kuratorin für internationale Ausstellungen.
Alice Rawsthorn / Designkritikerin
Alice Rawsthorn ist eine preisgekrönte Designkritikerin, die seit über zehn Jahren für die New York Times über Design schreibt. Ihr aktuelles Buch „Hello World: Where Design Meets Life“ zeigt den Einfluss von Design auf unser Leben. Das nächste Werk trägt den Titel „A Field Guide to Design“ kommt im Frühjahr 2018. Alice Rawshtorn spricht auf wichtigen Veranstaltungen weltweit wie der TED-Konferenz und dem Weltwirtschaftsforum in Davos über Design. An ihrem Wohnsitz in London ist sie Vorsitzende des Kuratoriums der Chisenhale Gallery und der Michael Clark Dance Company. Zudem ist sie Kuratorin der Whitechapel Gallery. Für ihre Verdienste für Design und Kunst wurde sie mit dem britischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Yoshihiro Sawa / President Lexus International
Yoshihiro Sawa hat ein Bachelor-Studium in Engineering und Design am Kyoto Institut für Technologie absolviert. Seit er 1980 zu Toyota gestoßen ist, hatte er zahlreiche leitende Design-Positionen inne, darunter die des Chief Officer of Global Design. Er ist seit April 2017 President von Lexus International.
Die Mentoren im Detail
Lindsay Adelman /Designerin
Jahrzehnte bevor Lindsay Adelman das gleichnamige Studio gründete, war sie bereits Designerin – nur nicht so bekannt wie heute. Am Anfang war sie einfach nur ein neugieriges Kind, das endlos in den Hinterhöfen von New York Dinge baute und keine Ahnung hatte, wie man daraus einen Beruf machen könnte. Dann war Adelman Studentin am Kenyon College und später Teil der Redaktion am Smithsonian Institut. Von dort hat die zufällige Entdeckung industriellen Designs in Form einer Hartschaum-Pommes-Frites sie zum RISD geführt, um dort ihre Kindheitsträume in die Tat umzusetzen. Heute kreiert sie in ihren Studios in New York und Los Angeles Objekte aus Licht, die ebenso gefühlvoll wie physisch transformativ sind – Objekte mit eigener Geschichte und Bedeutung, die Farben, Strukturen und Tiefe an die sie umgebende Welt abgeben
Formafantasma / Designer
Das italienische Designer-Duo Andrea Trimarchi und Simone Farresin sind Studio Formafantasma aus Amsterdam. Ihre Arbeit ist durch einen einheitlichen Stil charakterisiert, der sich experimentellen Materialuntersuchungen und der Erforschung von Fragestellungen widmet. Diese umfassen die Beziehung zwischen Tradition und lokaler Kultur, kritische Ansätze zu Nachhaltigkeit und die Bedeutung von Objekten für die kulturelle Interaktion. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt und besprochen im Museum of Modern Art in New York, im Victoria and Albert Museum in London, im Chicago Art Institute, im Textiel Museum in Tilburg, im Stedelijk’s-Hertogenbosch, im MUDAC Lausanne sowie im Mint Museum of Craft und Design in North Carolina. Das MAK Museum in Wien hat Designs von Formafantasma in seine ständige Sammlung aufgenommen. Trimarchi und Farresin halten Vorträge und Workshops an verschiedenen Universitäten und Einrichtungen. Derzeit unterrichten die beiden an den Fachbereichen „Well Being“ und „Contextual Design“ an der Design Academy Eindhoven und leiten den Design-Bachelor-Studiengang des MADE Programms in Syrakus/Sizilien.
Sou Fujimoto / Architekt
Sou Fujimoto wurde 1971 in Hokkaido geboren. Nach dem Abschluss im Fachbereich Architektur an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Tokyo University gründete er 2000 Sou Fujimoto Architects. 2016 hat er den ersten Preis für „Pershing“ gewonnen, ein Teil des französischen Wettbewerbs „Réinventer Paris“. Zuvor errang er Siege beim auf Einladung ausgetragenen internationalen Wettbewerb für das New Learning Center an der Pariser Saclay's Ecole Polytechnique und dem internationalen Wettbewerb für das Second Folly in Montpellier in 2014. 2013 war Fujimoto der jüngste Architekt, der für den Entwurf des Serpentine Gallery Pavilion in London ausgewählt wurde. Beispiele für seine zahlreichen bemerkenswerten Arbeiten sind das „House NA“ (2011), die Musashino Art University Museum & Library (2010), das „Final Wooden House“ (2008) und das „House N“ (2008).
Jessica Walsh / Designerin
Jessica Walsh ist Designerin, Art-Direktorin und Partner bei dem in New York ansässigen Design-Unternehmen Sagmeister & Walsh. Sie hält Vorträge über Design bei internationalen Kreativ-Konferenzen und Universitäten und lehrt Design an der School of Visual Arts in New York. Ihre Arbeiten haben zahlreiche Auszeichnungen bei führenden Design-Wettbewerben gewonnen, so beimType Director’s Club, Art Director’s Club, SPD, Print, New York Festivals, D&AD, TDC Tokyo, und Graphis – neben vielen anderen. Walsh stand auf der Forbes Liste der 30 besten Kreativen unter 30 Jahren, die unsere Zukunft gestalten („30 under 30 top creatives designing the future“) und zählte bei Ad Age zu den „Top 10 Visual Creatives“. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen Büchern und Magazinen gezeigt. Zu ihren Kunden zählen das Museum of Modern Art in New York, The Jewish Museum, Jay-Z, Snapchat, Barneys, The New York Times, Lewis und Adobe. Ihr Blog und ihr Buch “40 Days of Dating” haben über zehn Millionen Leser und werden derzeit von Warner Brothers verfilmt.
Über den Lexus Design Award
Der 2013 erstmals verliehene Lexus Design Award ist ein internationaler Design-Wettbewerb, der sich an junge aufstrebende Künstler aus aller Welt richtet. Der Award möchte die Verwirklichung von Ideen fördern, die etwas zur Gesellschaft beitragen, und unterstützt darum Designer, deren Arbeiten eine bessere Zukunft für alle zum Ziel haben. Vier Finalisten erhalten die einzigartige Möglichkeit, mit weltbekannten Design-Mentoren Prototypen ihrer Entwürfe zu entwickeln und sie auf einer der wichtigsten Design-Veranstaltungen der Welt zu präsentieren.
Lexus:
Die 1989 eingeführte Marke Lexus ist weltweit bekannt für Produktqualität, die Maßstäbe setzt. Lexus ist der erste und bis heute einzige Hersteller von Premium-Fahrzeugen mit einer umfassenden Palette von Hybridfahrzeugen. Diese umfasst den ersten Premium-Kompaktwagen mit Vollhybridantrieb Lexus CT (Kraftstoffverbrauch kombiniert 3,6-3,8 l/100km; CO2-Emissionen kombiniert 82-88 g/km), die elegante Oberklasse-Limousine Lexus GS, die Luxus-Limousine Lexus LS, den Premium-SUV Lexus RX, den kompakten Premium-SUV Lexus NX, das Sportcoupé Lexus RC sowie die Sportlimousine Lexus IS mit unterschiedlichen Motorvarianten. Ein besonders dynamisches Fahrerlebnis verspricht die auf Rennstrecken abgestimmte F-Modellreihe, die derzeit aus dem RC F (Kraftstoffverbrauch kombiniert 10,8 l/100km; CO2-Emissionen 251 g/km) und dem GS F (Kraftstoffverbrauch kombiniert 11,2 l/100km; CO2-Emissionen 260 g/km) besteht. Die Designsprache „L-finesse“ verstärkt traditionelle Markenwerte wie makellose Fertigungsqualität, luxuriöse Interieurs sowie den Einsatz fortschrittlichster Technologien und trägt damit zur weltweiten Positionierung der Marke Lexus bei. Seit 1990 ist die Marke auf dem deutschen Markt vertreten: Exklusive Lexus Foren bieten den Kunden einen erstklassigen, individuellen Service.