07/09/2026
Dass die Bedeutung der regionalen Trinkwasserversorgung wieder wächst, ist spätestens seit den vergangenen Hitzetagen vielen bewusst geworden. 💧
Viele haben inzwischen auch erfahren, dass das Wasserdargebot in den Höhenregionen — zum Beispiel in der Eifel, im Westerwald, im Taunus oder im Hunsrück — deutlich zurückgeht. Gleichzeitig hoffen die meisten, dass „das schon irgendwie geregelt wird“ und dass notwendige Maßnahmen rechtzeitig angestoßen werden.
Ich habe auch in diesem Sommer wieder mit Wassermeistern und Werkleitern gesprochen. Überwiegend waren diese Gespräche von großer Sorge geprägt. Besonders nachdenklich macht mich, wenn erfahrene Fachleute resignieren, von ihrem baldigen Ruhestand sprechen oder davon, dass „die Politik“ seit Jahren nicht ausreichend auf die Hinweise aus der Praxis hört.
Einige Versorger arbeiten bereits mit sogenannten Versorgungsampeln. Sie zeigen transparent, wenn sich die Lage verschlechtert und wann Wasser eingespart werden muss. Das ist ein wichtiger Schritt. 🚦 Aber wie lange kann eine Gelbphase eigentlich dauern? Und wer entwickelt belastbare Szenarien für eine Rotphase?
Mit diesem Ideenpost möchte ich erneut sensibilisieren.
Verschaffen Sie sich Aufmerksamkeit. Sprechen Sie die Zielkonflikte offen an. Wir müssen strategischer, interkommunaler und schneller Ideen entwickeln. Die anhaltenden Hitzephasen sind kein Ausreißer mehr, sondern ein deutliches Signal. 🌡️
Beginnen Sie mit vielen großen und kleinen Gesprächen: über Wasserwanderwege, über Versorgungsampeln, über Notfallkonzepte und über die Notwendigkeiten, die sich aus den Hitzewellen immer dringlicher ergeben.
Und führen Sie diese Gespräche nicht nur im Werksausschuss, sondern auch im Stadtrat, im Verbandsgemeinderat und überall dort, wo Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden.
Lassen Sie uns das gemeinsam angehen: unaufgeregt, professionell, fachlich fundiert — und mit etwas weniger politischer Symbolik und etwas weniger Drohszenario durch das „Gebührenmonster“. 🤝
Ihr und euer
Markus Becker