06/06/2026
Samstag - Zeit für ein kleines Rasseportrait
Heute: der Labrador. Ja, auch der Labrador Retriever ist ein Jagdhund, er gehört zum Lieferdienst. Der Labi ist für die Arbeit nach dem Schuss gezüchtet: er soll(te) dem Jäger geschossenes Wild zutragen. Davor: warten und ruhig verhalten.
Apportieren steckt fast allen Labis nach wie vor im Blut, mit dem warten und ruhig verhalten ist das so eine Sache. Der Labrador ist bzw. war wie so viele andere ein Modehund und es wurde lustig vermehrt ohne auf bestimmte Eigenschaften zu achten. So haben wir es heute häufiger als früher mit sehr hibbeligen Hunden zu tun, die sich schlecht konzentrieren können. Insbesondere die Braunen stechen da hervor: sie waren eine zeitlang besonders modern, bevor neue "Modefarben" wie grau oder champagner auftauchten.
Die 50 - 55 cm großen Retriever gibt es in drei anerkannten Farben: schwarz, gelb und braun. Grau, champagner und alle weiteren Sonderlackierungen sind durch einen Gendefekt oder Einkreuzungen anderer Rassen entstanden.
Der Labi ist in der Regel ein freundlicher und lustiger Hund, der sein Leben lang den Ernst der Lage nicht so ganz versteht. Er ist sehr lernwillig und stets bemüht, alles richtig zu machen. Leider steht ihm dabei manchmal sein etwas infantiles Wesen im Weg.
Mit guter Erziehung ist der Labrador ein toller Begleiter, mit dem man viel Freude haben kann. Er hat eigentlich Spaß an allem, was man ihm anbietet.
Leider zählt auch der Labrador nicht mehr zu den gesunden Rassen: Epilepsie, Skeletterkrankungen wie HD und ED, diverse Augenerkrankungen sind nur ein Teil der Liste. Bei einem verantwortungsvollen Züchter gekauft, können ein Teil der Krankheiten aber erblich schon ausgeschlossen werden.
Das Foto zeigt meine Dana in fortgeschrittenem Alter. Sie kam 1jährig zu mir, hatte keinen allzu guten Start ins Leben. Sie war einfach ein tolles Mädchen, hat in vielen Rettungseinsätzen großartige Arbeit geleistet, war die beste Welpentante, die ich mir hätte wünschen können und einfach ein Herzenshund. 🥰