03/03/2026
Labor der Zukunft!
Diese Woche durften wir von Architekten K2 beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie – Ausschuss ‚Innovation und Forschung‘ von Dr. Pablo Serrano zum Thema „Forschungslabor der Zukunft“ sprechen.
Das Labor der Zukunft ist keine starre Typologie mehr, sondern eine flexible Infrastruktur. Während Gebäude für 40–60 Jahre geplant werden, verändern sich Technologien im 5–10-Jahres-Rhythmus. Unsere zentrale These: Nicht die Technik ist das eigentliche Zukunftsthema, sondern Anpassungsfähigkeit.
Warum wir Labore neu denken müssen? Die Innovationszyklen werden immer kürzer, während gleichzeitig der Nachhaltigkeitsdruck bei diesen besonders energieintensiven Gebäuden deutlich steigt. Forschung findet heute zudem kollaborativer und interdisziplinärer statt, und im Wettbewerb um Fachkräfte gewinnt die Aufenthaltsqualität zunehmend an Bedeutung.
Unsere Antwort darauf sind klare architektonische Prinzipien für das Labor der Zukunft: modulare Strukturen mit einem definierten Raster, die konsequente Trennung von Tragwerk und technischer Infrastruktur sowie eine flexible Medienführung für maximale Umnutzbarkeit. Die Integration der TGA verstehen wir dabei als zentrale Entwurfsaufgabe. Ergänzt wird dieser Ansatz durch durchdachte Nachhaltigkeitsstrategien trotz hoher Leistungsanforderungen, den Einsatz digitaler Planungs- und Monitoringinstrumente wie BIM und digitale Zwillinge – und vor allem durch eine Architektur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Wir planen nicht mehr Räume für eine feste Nutzung.. wir planen Strukturen für viele mögliche Nutzungen.
Ob urbanes Forschungsquartier, adaptives Bestandslabor oder hochautomatisierte Forschungsumgebung: Die Zukunft ist offen. Und genau dafür muss Architektur vorbereitet sein.
Vielen Dank an den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie für den inspirierenden Austausch. Wir freuen uns auf den weiteren Dialog zur Forschungsarchitektur von morgen.