30/03/2026
🧠 Reduktion von Emergence Agitation durch die HappyMed Videobrille: Neue Erkenntnisse aus der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.
Evidenz aus der klinischen Forschung:
Die präoperative Nutzung von Videobrillen gewinnt als nicht-pharmakologische Methode zur Verbesserung des Patientenerfolgs zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Studienergebnisse aus der Universitätsklinik Freiburg untersuchten den Einfluss audiovisueller Ablenkung auf die Aufwachphase nach Dysgnathiechirurgie.
In der prospektiven, randomisierten Pilotstudie (erschienen im Journal of Dental Anesthesia and Pain Medicine) zeigten sich vielversprechende Tendenzen:
👉 Weniger schwere Agitation: In der Interventionsgruppe mit der HappyMed Videobrille war schwere postoperative Unruhe (Emergence Agitation) mit 21% deutlich seltener vertreten als in der Kontrollgruppe (40%).
👉 Hohe Akzeptanz & Sicherheit: Die Anwendung der Videobrille unmittelbar vor der Narkoseeinleitung wurde von allen Patienten sehr gut angenommen, war sicher in der Durchführung und verlief ohne jegliche Nebenwirkungen.
Fazit der Studie:
Die präoperative audiovisuelle Ablenkung ist eine machbare und sichere Methode, die dazu beitragen kann, die Inzidenz von Aufwachdelirien bei komplexen kieferchirurgischen Eingriffen zu mindern.
Bild: Verlauf der Aufwachunruhe (Aono-Skala)
Den Link zur Publikation findet ihr in den Kommentaren 👇
Quelle: Impact of preoperative audiovisual distraction on emergence agitation in patients undergoing orthognathic surgery: a prospective, randomized, single-blinded pilot study, Matthias Jakob Posch, Susanne Fiebig-Widmann, Marc Christian Metzger, Hartmut Buerkle, Stefan Schumann, Christian Ingo Schwer
PMID: 41377176 PMCID: PMC12687992 DOI: 10.17245/jdapm.2025.25.6.399