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DrGreen DAS Portal für Cannabissamen. Zierpflanzen, Samen, Equipment, Literatur

21/10/2026

Seine eigene Werbung wurde zur Fahndungsliste.

1984 verschickt ein Mann aus Amsterdam als Erster Saatgut per Katalog in die ganze Welt. Fünf Jahre später nutzt eine US-Behörde genau seine Anzeigen als Zielliste: Razzien in 46 Bundesstaaten an einem Tag, über 1.200 Festnahmen, Verhaftung in Perth. Ausgeliefert wird er nie.

Wer war Nevil Schoenmakers – und warum wurde ausgerechnet Amsterdam zur Drehscheibe der Genetik? Die ganze Geschichte im Magazin, Link in der Bio.

#1984

Alt-Text: Kurzfilm in Dunkelgrün und Amber: Stempel auf Akte, Mann am Fenster in Amsterdam, Kleinanzeigen mit Textmarker, glühende US-Karte, Handschellen am Flughafen, Silhouette geht ins Licht, DrGreen-Logo.

Link zum vollen Beitrag auf drgreen.at:
https://drgreen.at/magazin/menschen/nevil-schoenmakers-der-mann-der-den-cannabis-samenhandel-erfand

Ich habe lange gebraucht, bis mich Genetik wirklich interessiert hat. Zehn Jahre lang stand ich im Laden, und die meiste...
16/10/2026

Ich habe lange gebraucht, bis mich Genetik wirklich interessiert hat. Zehn Jahre lang stand ich im Laden, und die meisten Fragen drehten sich um Lampen, Erde und Dünger. Sorten waren ein Regal unter vielen.

Geändert hat sich das, als ich angefangen habe, Stammbäume gegeneinander zu lesen. Zwei Züchter, derselbe Sortenname, zwei völlig verschiedene Eltern. Oder dieselbe Hauslinie, die in beiden Ästen einer Kreuzung steckt, ohne dass sie im Namen auftaucht. Seitdem lese ich Sortenbeschreibungen anders: nicht, was versprochen wird, sondern woher es kommt.

Mich interessiert, wie das bei euch war. War es eine bestimmte Sorte, die euch nicht losgelassen hat? Ein Züchter, dessen Arbeit ihr verfolgt? Ein Gespräch, ein Buch, ein Stammbaum, der nicht aufging?

Was hat euch zur Genetik gebracht – und was war die erste Sorte, bei der ihr wissen wolltet, woher sie stammt?

Von den Amsterdamer Seedbanks der Neunzigerjahre arbeiten nur noch wenige unter ihrem Gründer. Paradise Seeds ist eine d...
12/10/2026

Von den Amsterdamer Seedbanks der Neunzigerjahre arbeiten nur noch wenige unter ihrem Gründer. Paradise Seeds ist eine davon.

Luc Krol zog Anfang der Neunziger Pflanzen in besetzten Altbauten der Amsterdamer Innenstadt. Sein Material lief im Coffeeshop Lucky Mothers unter dem Namen „Mother's Milk“. 1994 wurde der Anbau ausgehoben, und sein Verteidiger riet ihm, die Sache als reguläres Samenunternehmen aufzuziehen. Im selben Jahr entstand Paradise Seeds. 1999 gewann Sensi Star den High Times Cannabis Cup in der Indica-Kategorie – die Sorte ist bis heute im Programm.

Was mich an der Geschichte interessiert, sind nicht die Pokale. Krol sagt, der häufigste Fehler beim Züchten sei, den Prozess zu überstürzen und zu wenig zu testen. Dreißig Jahre am selben Ort, mit derselben Arbeit, sind die Konsequenz daraus.

Die ganze Geschichte steht im Magazin:
https://drgreen.at/r/Oyh

Welcher Züchter hat euch zuerst gezeigt, dass hinter einer Sorte ein Mensch steht?

In dieser Sorte steckt derselbe Elternteil zweimal. Das ist kein Versehen, sondern Absicht — und ein gutes Beispiel dafü...
06/10/2026

In dieser Sorte steckt derselbe Elternteil zweimal. Das ist kein Versehen, sondern Absicht — und ein gutes Beispiel dafür, wie Züchter arbeiten.

Der Stammbaum von Mimosa x Orange Punch, von oben nach unten: Am Anfang steht Mimosa, eine Kreuzung aus Clementine und Purple Punch. Barneys Farm hat sie mit Orange Punch gekreuzt — das Ergebnis heißt Mimosa EVO. Dann kommt der interessante Schritt: Mimosa EVO wurde noch einmal mit Orange Punch gekreuzt.

Wer einen Elternteil ein zweites Mal einkreuzt, will etwas Bestimmtes festhalten. Jede Kreuzung mischt neu; mit dem zweiten Durchgang verschiebt sich das Verhältnis deutlich zu diesem einen Elternteil. Rechnerisch stammen hier rund drei Viertel des Erbguts aus der Orange-Punch-Linie. Was festgehalten werden sollte, liegt nahe: das süße Zitrusprofil, für das beide Linien bekannt sind.

Das Prinzip heißt Rückkreuzung. Was die Kürzel BX, S1 und RBX genau bedeuten, steht seit dieser Woche im Magazin:
https://drgreen.at/r/7UF

Schaut ihr euch bei einer Sorte den Stammbaum an — oder reicht euch der Name?

Heute erzähle ich, warum ich den Megastore geschlossen habe.Ihr kennt vermutlich die Version, die gerade überall läuft: ...
01/10/2026

Heute erzähle ich, warum ich den Megastore geschlossen habe.

Ihr kennt vermutlich die Version, die gerade überall läuft: Die Legalisierung kam, der Markt hat enttäuscht, man musste zusperren. Meine Geschichte ist das Gegenteil. Die Legalisierung ist gekommen – und genau das hat unser altes Geschäftsmodell Stück für Stück ruiniert.

Seit Dezember 2016 kamen viele von euch von weit her zu uns, aus München, aus Frankfurt, sogar aus Hamburg. Mit April 2024 war der Grund für diese Fahrt über Nacht weg. Und fast gleichzeitig wurde etwas anderes in Deutschland sehr viel einfacher. Wie das zusammenhängt, was ich selbst falsch gemacht habe und warum es DrGreen jetzt als Portal für Genetik gibt, steht ab heute in voller Länge im Magazin:

https://drgreen.at/r/fYa

Das ist keine Klage. Es ist die Erklärung, die ich euch schuldig geblieben bin.

Wer von euch ist damals auch von weiter weg gekommen – und von wo?

30/09/2026

Ich habe bei DrGreen viel gestrichen. Damit das Wesentliche bleibt.

Früher war die Frage: Was können wir noch dazunehmen? Grow, C*D, Head, Seeds, Pflanzen. Jede neue Kategorie machte das Sortiment breiter. Aber zu immer mehr Artikeln konnte ich kaum etwas sagen, das nicht schon auf der Verpackung stand.

Für den Neustart habe ich die Frage umgedreht: Was kann weg, damit der Rest stimmt?

Der neue Schwerpunkt ist Genetik: Herkunft verstehen, Verwandtschaft entdecken und Wissen über Sorten vertiefen. Weniger von allem. Mehr von einer Sache.

Am 1. Oktober erzähle ich die ganze Geschichte hinter dem Neustart.

Bei welchem Geschäft habt ihr zuletzt gemerkt, dass ein klarer Schwerpunkt mehr wert ist als ein riesiges Sortiment?

Vier Zahlen aus den letzten Monaten. So sieht es aus, wenn man etwas zum zweiten Mal baut — und diesmal weiß, was man we...
25/09/2026

Vier Zahlen aus den letzten Monaten. So sieht es aus, wenn man etwas zum zweiten Mal baut — und diesmal weiß, was man weglässt.

Zehn Jahre lang war DrGreen ein Laden mit Halle, Regalen und viertausend Artikeln. Davon ist nichts mehr da, und das ist Absicht. Was jetzt entsteht, ist eine Seite, ein Sortiment und eine einzige Sache, die diesmal richtig werden soll: die, für die zehn Jahre Erfahrung überhaupt etwas wert sind.

In einer Grafik sieht das nach wenig aus. Die Arbeit dahinter: 2.074 Sorten von 33 Marken, jede einzeln durchgegangen, jede mit eigener Beschreibung — und bei 79 % ist die Abstammung dokumentiert. Das war der Teil, der Monate gedauert hat — und der Teil, für den früher nie Zeit war, weil daneben ein Geschäft mit tausend anderen Aufgaben lief.

Am 1. Oktober geht das offiziell raus.

Was hättet ihr euch bei einem Shop immer gewünscht und nie bekommen?

Im Namen dieser Sorte stecken zwei der bekanntesten Linien der letzten Jahre. Das Interessanteste an ihr ist aber ein Vo...
24/09/2026

Im Namen dieser Sorte stecken zwei der bekanntesten Linien der letzten Jahre. Das Interessanteste an ihr ist aber ein Vorfahre, der im Namen gar nicht vorkommt — und im Stammbaum gleich zweimal.

Gorilla Cookies Auto ist laut Fast Buds eine Kreuzung aus GG4 Auto und Cookies Auto. Beide Eltern sind also selbst schon Autos, und beide mussten erst dazu gemacht werden: Gorilla Glue auf der einen Seite, Girl Scout Cookies auf der anderen blühen von sich aus nach Tageslänge.

Dass ihre Nachkommen das nicht mehr tun, liegt an einer Hauslinie, die Fast Buds schlicht „Auto #1“ nennt. Im Gorilla-Ast wurde sie direkt eingekreuzt, im Cookies-Ast über den Umweg Grapefruit Auto. Zwei berühmte Namen, zweimal derselbe unscheinbare Vorfahre — er steuert genau eine Eigenschaft bei, und der Rest wird über Generationen wieder in Richtung der bekannten Linie ausgelesen.

Inzwischen steht die Sorte in der sechsten Generation. Was Kürzel wie F6 bedeuten, steht im Magazin:
https://drgreen.at/r/DrV

Wusstet ihr, woher das „Auto“ kommt — oder habt ihr es bisher einfach hingenommen?

Zehn Jahre. Ein Laden, der größer wurde, als er sollte — und ein Schnitt, den ich selbst gemacht habe, bevor ihn jemand ...
21/09/2026

Zehn Jahre. Ein Laden, der größer wurde, als er sollte — und ein Schnitt, den ich selbst gemacht habe, bevor ihn jemand anderer für mich macht.

In den Bildern steckt beides: der Anfang und das Ende. Aber vorbei ist es nicht!

Am 1. Oktober fängt der nächste Teil an. Kleiner, schärfer, und auf das eine konzentriert, was ich wirklich kann. Ohne Halle, ohne Regale, ohne den Versuch, für jeden alles zu haben — den habe ich zehn Jahre lang gemacht und weiß jetzt, was er kostet.

Wann seid ihr das erste Mal bei uns gewesen?

10/08/2023

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