26/08/2025
Auslandspraktikum im Land des Lächelns
Unsere Auszubildene Sophie Häusler (Industriekauffrau im zweiten Lehrjahr) hat im Rahmen eines Erasmus-Auslandspraktikums 4 Wochen bei unserer Schwesterfirma in Beijing, China, gearbeitet. Alle spannenden Erfahrungen und Eindrücke, die Sophie während des Aufenthalts gesammelt hat, und ob sie so ein Auslandspraktikum weiterempfehlen würde, erfahrt ihr in dem
Interview. 🌏
Hallo Sophie. Was hat dich dazu bewegt an einem Erasmus-Austausch während deiner Ausbildungszeit teilzunehmen?
Ich liebe das Reisen, Neues kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern. Der Erasmus Austausch bat mir die Möglichkeit mich sowohl kulturell als auch in dem beruflichen Kontext weiterzuentwickeln. Diese Chance wollte ich unbedingt nutzen.
Warum hast du dich für China entschieden?
Die asiatische Kultur ist etwas, das mich ganz besonders interessiert. China als Land ist sehr vielfältig. In den letzten Jahren habe ich bereits Vietnam und Korea bereist, sodass die Entscheidung dieses Mal auf China fiel. Außerdem wollte ich schon immer eine richtige Peking Ente essen.
Welche (persönlichen und beruflichen) Kompetenzen konntest du durch den Auslandsaufenthalt weiterentwickeln?
Durch die eigenständige Planung der Reise habe ich an Selbstständigkeit und Organisations-fähigkeit gewonnen. Mir wurde der Kontakt zu meinen chinesischen Ansprechpartnern vermittelt, danach habe ich alles selbstständig organisiert, von der Kontaktaufnahme, über die Flüge bis hin zur Unterkunft und dem Aufenthalt vor Ort. Durch das Leben in Peking hat sich auch meine interkulturelle Kompetenz und die Fähigkeit zur Anpassung an unterschiedliche Sitten und Gebräuche weiterentwickelt. Meine Fertigkeiten in der englischen Sprache haben sich auch verbessert. Im Büro Alltag haben die Mitarbeiter*innen zwar unter sich auf chinesisch gesprochen, mit mir wurde aber immer auf Englisch kommuniziert.
Wie hast du dich in der chinesischen Arbeitsumgebung zurechtgefunden? Gab es kulturelle Unterschiede, die dir besonders aufgefallen sind?
Ich habe mich gleich am ersten Arbeitstag sehr willkommen gefühlt. Das Einleben in den Alltag war angenehm und leicht. Die Mitarbeiter*innen waren sehr freundlich und offen, sie haben mir alles Notwendige gezeigt und in der Mittagspause wurde gemeinsam eine Art Federball gespielt. Wenn es Probleme gab, wurde mir schnell geholfen.
Der Arbeitsalltag unterscheidet sich insoweit, dass er viel später beginnt als in Deutschland. Die Hauptarbeitszeit lag immer zwischen 10 Uhr am Vormittag und 18 Uhr am Abend. Montags und freitags wurde hauptsächlich im Homeoffice gearbeitet. Aufgefallen ist mir außerdem, dass die Kolleg:innen untereinander viel mehr gemeinsame Aktivitäten unternehmen und auch von der Firma aus viele kleine Events gemacht werden. Beispiele hierfür sind das gemeinsame Badminton oder Basketball spielen in der Pause oder nach der Arbeit und auch die monatlichen Geburtstagsfeiern, an denen alle teilnehmen dürfen.
Welchen Tipp/Empfehlung würdest du anderen Auszubildenden geben, die einen Auslandsaufenthalt planen?
Ganz klare Empfehlung! Jeder der darüber nachdenkt sollte es unbedingt machen und die Chance nutzen. Vom organisatorischen Aufwand kann ich sagen, dass natürlich ein Aufenthalt in einem europäischen Land weniger Planungszeit bedarf als in Asien. Aber egal wo es hin geht, man sollte sich vorher immer genau über das Zielland, die Kultur und die Gebräuche dort informieren. In meinem Fall war es zum Beispiel wichtig zu wissen, dass die westlichen Medien dort nicht funktionieren und das dort ausschließlich bargeldlos gezahlt wird. Es gab eine App, über die man bezahlen konnte, aber auch alles bestellen konnte, von einem Taxi, über Essen und Lebensmittel.
Gibt es eine besondere Erinnerung oder ein Erlebnis, das dir während deines Aufenthalts besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Davon gibt es sehr viele. Es war toll neue Leute kennenzulernen, mit denen ich auch jetzt noch in Kontakt stehe. Man war gemeinsam in der Stadt unterwegs oder am Feiern, sodass ich auch noch tiefere Einblick in das Leben erhalten habe. Als ich einmal in einem Restaurant essen gewesen bin hat der Kellner mir direkt eine Gabel gegeben obwohl dort alle mit den Stäbchen essen und ich dies auch kann.
Ein Highlight war außerdem ein Tagesauflug nach Tianjin. Das liegt etwa 100 Kilometer außerhalb von Beijing. Es war toll noch eine andere Stadt als Beijing sehen zu können. Wir sind dort mit dem Zug hingereist. Die Züge dort sind sehr pünktlich, sauber und günstig.
Danke für deine Zeit und das Gespräch, liebe Sophie!