29/05/2026
Für Medizinprodukte gelten in der EU klare Regeln nach der MDR.
Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure und Händler tragen jeweils eigene Pflichten.
Trotzdem sehe ich immer wieder Beatmungshilfen am Markt, bei denen man sich nur fragen kann:
Wie hat das so überhaupt den Weg in den Vertrieb gefunden?
Fehlen auf einer Beatmungshilfe wesentliche Angaben, ist das kein Schönheitsfehler.
Es ist ein Warnsignal.
Prüfen Sie ganz nüchtern, was auf Ihrer Beatmungshilfe wirklich zu finden ist:
- Handlungsablauf in Bild und Text
- Sprache passend zum Zielmarkt
- klar benannter Hersteller
- CE-Kennzeichnung
- Kennzeichnung als Medizinprodukt, soweit erforderlich
- LOT-/Chargenangabe
- Verfallsdatum, soweit vorgesehen
- europäischer Bevollmächtigter bei Herstellern außerhalb der EU
- transparenter Importeur oder Vertreiber
- nachvollziehbare Rückverfolgbarkeit
Wer diese Punkte nicht sauber geprüft hat, sollte sich nicht mit dem Gedanken beruhigen:
„Wird schon passen.“
Nein.
Unter Umständen eben nicht.
Importeure müssen vor dem Inverkehrbringen unter anderem prüfen, ob CE-Kennzeichnung, Kennzeichnung, erforderliche Begleitinformationen und gegebenenfalls der Bevollmächtigte vorhanden sind. Händler dürfen Produkte mit erkennbaren Mängeln nicht einfach weiter vertreiben.
Und genau da wird es unbequem.
Denn wenn billige Ware ohne saubere Kennzeichnung, ohne klare Verantwortlichkeiten und ohne belastbare Dokumentation verkauft wird, ist das nicht „unternehmerisch schlank“.
Das ist im schlimmsten Fall fahrlässig gedacht.
Was kann passieren?
Nichtkonforme Produkte dürfen nicht einfach weiter vertrieben werden. Es drohen Verkaufsstopps, Marktüberwachungsmaßnahmen, Korrekturmaßnahmen, Rücknahmen oder Rückrufe.
Und dann wird aus dem vermeintlich günstigen Einkauf schnell ein teures Problem.
Genau deshalb zeige ich bewusst auch unsere RettEi Beatmungshilfe im Bild.
Nicht als Selbstbeweihräucherung.
Sondern als Vergleich.
Denn wer Produkte in diesem Bereich vertreibt, sollte sich nicht fragen:
„Wie billig komme ich da rein?“
Sondern:
„Ist das Produkt so aufgestellt, dass ich es guten Gewissens in Europa verkaufen kann?“
Bei RettEi achten wir darauf, dass wesentliche Angaben sichtbar und nachvollziehbar vorhanden sind.
Warum?
Weil Vertrauen im Notfall nicht auf Marketing basiert, sondern auf sauberer Kennzeichnung, klarer Verantwortung und echter Produktsicherheit.
Mein Klartext an alle Inverkehrbringer von Beatmungshilfen:
Wer nur billig einkauft, aber regulatorisch schlampig arbeitet, verkauft nicht einfach ein günstiges Produkt.
Er verkauft ein Risiko.
Denn am Ende geht es nicht um irgendeine Folie.
Es geht um den Moment, in dem ein Mensch helfen will — und sich auf das verlassen muss, was er in den Händen hält.
🆘 Keine Ausreden mehr! Hol dir die Erste-Hilfe-Anleitung direkt aufs Handy 📲 & sei jederzeit ready. 🔗: https://lnkd.in/dSCf8QTt
RettEi – klein im Format, groß in der Wirkung
Gunnar Tóth
Inh. RettEi & NotSan